Home   nächste Seite

Arianne 303 - Das Tal der Tränen 06

Elena, Lara, Enna und Para finden eine kleine silberne Kugel, die ein besonderes Wesen enthält.


Rücklink: Das Tal der Tränen 01

Vorwärtslink: Das Tal der Tränen 07

Die silberne Kugel

Lara: "Da haben wir etwas gemeinsam."

Enna: "Du träumst ...?"

Lara: "Wir haben uns beide hier hinein geträumt, in diese Welt des Unwirklichen. Es war aber nicht ganz umsonst. Ich konnte vielen helfen, die in der Ewigkeit verloren gegangen sind."

Elena: "Ja, mir hast Du geholfen :-) Und nun ist auch noch ein Engel zu uns gekommen. Kommst Du aus dem Paradies? Gibt es dort Gott?"

Enna: "Beides. Hairflower ist die Göttin für uns. Ob sie mich vermissen wird?"

Elena: "Weiß Gott nicht alles? Also auch, wo Du jetzt bist?"

Elena: "Ich weiß es nicht. Bisher war ich noch nie im Bereich der Toten, keine von uns kann darüber berichten."

...

Ein kleiner Vogel materialisierte.

Nach dem ersten Erstaunen war Elena diejenige, die den Vogel direkt ansprach.

Elena: "Vögelchen, wo kommst Du denn her?"

Der Vogel schaute sie an, mit seinen großen Augen und ... dann sah er Enna.
Er öffnete seinen Schnabel und sprach zu ihr!

...

Dann verschwand er.

Elena: "Enna, was hat er zu Dir gesagt?"

Enna schaute sie nur an, mit ihren großen Augen, in denen sich die Schwärze der Unendlichkeit zu spiegeln schien. Dann wurde ihr die Frage von Elena bewusst.

"Wir ... wir müssen nach einer kleinen silbernen Kugel suchen ..."

Bei diesen Lichtverhältnissen? Die vier begannen zu suchen.

Vier?

Elena, Lara, Enna und Para.

Mehr Licht!

Para: << Ist ja gut. >>

Mit einem mal wurde es richtig hell.

Der Boden war grau und glatt, ohne Unebenheiten. Hier gab es keine Steine, nicht einmal ein Staubkorn.

Para schuf eine Lupe aus dem Nichts. Das, was die Lupe sah, projizierte sie direkt in die Gehirne der Menschen. Die Stärke der Auflösung schien unbegrenzt zu sein. Es reichte ein Gedanke, und die Lupe vergrößerte das Gesehene. Elena konnte damit die Atome ihrer Arme und Beine in die Bestandteile auflösen. Nur, die Ebene bestand nicht aus Atomen. Selbst im subatomaren Bereich war nur eine graue Fläche zu sehen. Ein wenig gewölbt, aber sonst glatt. Es gab keine Strukturen, die sich verfeinerten.

Ein Kontinuum.
...

Aha, wir befinden uns hier auf der anderen Seite des Kontinuums?

Vielleicht, wenn das Kontinuum zwei Seiten hat.

Es trennt doch das Äußere vom Innern der Ebene.

Ja, aber es ist gewunden wie im dreidimensionalen ein Möbiusband. Das heißt, wenn man sich lange genug voran bewegt, kommt man auf die andere Seite.

Lange genug? Die Ebene ist doch unendlich ausgedehnt ... und das noch in multiplen Dimensionen.

Wer auf die andere Seite will, muss schon mindestens eine Unendlichkeit überwinden, sowohl im Raum, wie auch in der Zeit.

Oder er, sie, es nimmt eine Abkürzung.

<?>

Er, sie, es stirbt. Das Kontinuum ist für gestorbene Wesen durchlässig.
...

Elena: "Para, so klein ist die Kugel doch gar nicht. So können wir sie nicht finden. Suche bitte nach Unebenheiten im Zentimeterbereich."
...

Nach dem sie vergeblich viele Quadratkilometer abgesucht hatten ...  Merkwürdig, auf der Erde hätten dabei Wochen vergehen müssen.

So etwas wie Zeit schien es hier gar nicht zu geben. Sie stellten einfach nur fest, dass sie 200 Quadratkilometer Ebene abgesucht hatten.

Und die vergangene Eigenzeit?

Reduzierte sich nach der erledigten Aufgabe zu einem Moment. In der Erinnerung schien alles gleichzeitig stattgefunden zu haben.

Und sie können das gedanklich so einfach verarbeiten?

Sie befinden sich in einem Traum der Chara. Sie ermöglicht das.
...

Lara: "Vielleicht liegt die kleine silberne Kugel dort unten, im Abgrund vor uns!"

Enna: "Ich könnte hinunter fliegen. Ich weiß nur nicht, wie tief er ist."

Para: << Ich schicke die Lupe hinunter. >>

220 Kilometer weiter unten gab es eine Unebenheit in der ansonsten glatten Wand. Nur ein paar Zentimeter, ein kleines Loch, und da drin ...

Lupe: << Ich habe sie gefunden. >>

Die Lupe kann Gedanken übertragen? Klar kann sie das, sie ist ein Teil von Para. Sie projizierte das, was sie gefunden hatte, in die Gehirne der Menschen.

Die Vier sahen eine kleine silberne Kugel, beinahe unsichtbar in dieser grauen Umgebung.

Lara. "Kannst Du sie herauf holen?"

Lupe: << Ich bin eine Lupe. Dafür bin ich nicht geschaffen worden. >>

Paranormale Energie. Wir wissen ja schon, sie kann sehr eigensinnig sein.

Enna: "Ich hole sie."

Sie breitete ihre großen Flügel aus und segelte in den Abgrund.

...

Da lag sie nun vor ihnen, die kleine silberne Kugel. Und was nun?

Lara: "Wir müssen in sie eindringen, um zu erkennen, was sie verbirgt. Sie ist eine Todeskugel, ich spüre es, dort drin finden wir wahrscheinlich ein gestorbenes Wesen."

Enna: "Vielleicht auch nicht. Ich habe so eine Ahnung ..."

War da nicht so ein Gedanke an Troja ... und ein Pferd

...


Das Innere der Kugel war viel größer, als der äußere Anschein vermuten ließ. Eine weiße, flockige Umgebung, die etliche Quadratkilometer umfasste. Sie erinnerte an eine ausgedehnte Wolkenschicht, und einige dutzend Meter vom Standort der Vier entfernt, dort befand sich ein menschlich aussehendes Wesen.

Es sah quick lebendig aus und es lächelte sie an. Es? Eine Sie! Mit super langen Haaren, die mindestens 30 Meter lang sein mussten.

Enna: "HAIRFLOWER, DU BIST ES WIRKLICH!"

...

Valid HTML
          4.01 Transitional

nächste Seite