Home   nächste Seite

Arianne 315 - ZEITLEBEN 06

ZEITLEBEN zurück in Romana's Welt

ZEITLEBEN und die äußere Welt

Arianne: << Eine zufällige Anordnung, die nicht aus einer Evolution entstanden ist. Es gibt damit auch keine Vergangenheit, aus der sie entstanden sein könnte. Der Gedanke gefällt mir. >>

ZEITLEBEN: "Meine Welt, ich habe sie mir gedacht, aus all den Erinnerungen und Erlebnissen mit Deiner Existenz."

Arianne: << Ich akzeptiere sie so, wie sie ist. >>

ZEITLEBEN: "Danke."

Arianne: << Ich lasse Dir eine kleine Fairy hier, ein Schutzengel, Du wirst ihn brauchen. >>

Plooppp. Eine kleine Fairy saß plötzlich auf den Schultern von ZEITLEBEN.

...

"Hallo kleine Fairy, hast Du einen Namen?"

<< Hallo ZEITLEBEN, ich bin Lightangel, eine Arianne Fairy. >>

"Hallo Lightangel, Du willst mich beschützen?"

<< Die Dunkelheit um Dich herum, sie ist nicht leer. Sie lockt und sie verschlingt. Aber solange ich hier bin, wird sie sich nicht ans Licht wagen. >>

"Die Dunkelheit? Ja, es ist dunkel außerhalb meiner Welt und zwischen den Strömen der Zeit. Aber dass sie bedrohlich sein könnte, das wusste ich nicht."

<< Die Messerattacke in Romanas Welt, erinnerst Du Dich? >>

"Das kam von der Dunkelheit?"

<< Sie hat dort einen Splitter hinein gebracht. >>

"Dann ist Romana gefärdet?"

<< Nicht nur sie, Du solltest ihr helfen. >>

...

Dunkelheit. Das war ja auch nicht anders zu erwarten gewesen. ZEITLEBEN spürte Romana in sich drin und simultan außerhalb ihres Selbst.

Warum simultan und nicht gleichzeitig?

Weil die Gleichzeitigkeit relativ ist.

Aha.

Sind solche Wahrnehmungen nicht ein wenig schizoid?

Falls endliche sogenannte normale Wesen solche Eindrücke haben sollten, vielleicht. Aber auch nicht unbedingt. Es gibt ja virtuelle Realitäten und Traumerlebnisse, an denen sie teilhaben können.

Und Drogen!

Ja, das auch. Aber dies hier ist anders. ZEITLEBEN ist eine multidimensionale Existenz und da sind solche Eindrücke normal.

Das denkst Du ...

...

Wo war Romana?

Sprich doch einen Lokalisierungszauber.

ZEITLEBEN sah sie in einem dunklen Wald. Warum nur hielt sie sich in einer dunklen Nacht in einem dunklen Wald auf? Wollte sie sich verstecken? Aber wie kann man sich vor der Dunkelheit in der Dunkelheit verstecken?

Die im Dunkeln sieht man nicht ...

Romana teleportierte. Nun war sie 500 km entfernt wieder aufgetaucht. Etwas schien sie zu verfolgen, denn kaum hatte ZEITLEBEN sie lokalisiert, da was sie schon weiter teleportiert. Diesmal auf die andere Seite des Planeten.

Dann sah ZEITLEBEN den dunklen Nebel. Ein diffuses wolkenartiges Gebilde, das Romana folgte.

Ein dunkler Nebel in einer dunklen Nacht.

Da sollte doch mal ... ZEITLEBEN dachte sich Romana in sich hinein. Dabei war sie doch schon dort ... Sollte dieser blöde Nebel nur versuchen ...

Und er versuchte es.

Aua. Das tat weh. Als wenn ein Schatten des Todes sie berührt hätte.

Ein Licht. Die Fairy auf ihrer Schulter begann zu strahlen und der Todesnebel löste sich auf.

...

Fairy: << ZEITLEBEN. Versuche so etwas nie wieder! Wenn Du den Tod in Dich hinein lässt, dann kann nicht einmal das Wesen der Existenz Dir helfen! >>

ZEITLEBEN: "Danke, Lightangel. Und was nun?"

Fairy: "Der dunkle Nebel ist weg. Aber er kann wieder kommen. Es sind die schrecklichen Taten der kleinen Wesen, die ihn wieder herbei rufen können."

ZEITLEBEN: "Was können wir dagegen tun?"

Fairy: << Frag Romana >>.

Plooppp.

Romana und ZEITLEBEN standen sich nun als Einzelwesen gegenüber.

Romana. "Danke, ZEITLEBEN, dass Du gekommen bist."

...

Romana: "Das Böse an sich ist nicht die Ursache für das Schreckliche in dieser Welt. Es ist die Orientierungslosigkeit der lebenden Wesen. Sie sehen keinen Sinn in ihrer Existenz aber spüren den Schmerz, den das Leben bereithält. Frustration, wenn die eigenen Ziele nicht erreicht werden können, Machtlosigkeit gegen das Monopoly der Reichen und Mächtigen. Sie fühlen sich wie Figuren auf einem Schachbrett, die sich aber nicht von selbst bewegen können ... und gegebenenfalls geopfert werden. Für Ziele, die sie nicht kennen und die für sie irrelevant sind."

Aber ist das die ganze Wahrheit?

Natürlich nicht. Es gibt auch destruktive Elemente, die Spaß an der Zerstörung haben und andere leiden sehen wollen. Psychovampire, deren Existenz keinen Sinn benötigt und die anderen ihren Sinn wegnehmen wollen. Es gibt sie, die Gier nach Macht, Größe, Reichtum und Einfluss. Selbst die Kleinsten sind nicht frei davon.

Es gibt sie, die Wesen, die sich von Angst und Leiden anderer ernähren.

Das klingt doch schon wieder paranormal.

So war es nicht gemeint. Aber die gibt sie auch.

Du meinst ... unsichtbare Wesen der Nacht?

Sie existieren unsichtbar im Hintergrund. Diese Welt bietet ihnen ein riesiges Nahrungsangebot.

ZEITLEBEN: "Wie können wir den vielen verlorenen Seelen einen Sinn vermitteln? In dem ich mich offenbare?"

Romana: "Das wäre ein paranormales Ereignis. Es kann Seiteneffekte haben, die unerwünscht sind."

ZEITLEBEN: "Dann können wir nur im Kleinen wirken. Hier ein bisschen helfen, dort ein bisschen ... Aber das erfordert Zeit."

Romana: "ZEITLEBEN. Zeit ist doch kein Problem für uns. Und wenn wir Jahrhunderte dafür brauchen ..."

ZEITLEBEN: "Okay, versuchen wir es. Lightangel, kannst Du die Seiteneffekte unseres Wirkens beschränken und paranormale Eingriffe destruktiver Elemente zurück halten?"

Lightangel: << Genau deswegen bin ich mit gekommen. >>

...

Wie sollen diese kleinen Veränderungen aussehen?

Romana: "Wir haben doch eine vielfältige Kultur, als Reaktionen auf die vielen Zwänge und Einschränkungen. Wir könnten Romane schreiben, Musik machen, Schauspiele aufführen, Filme machen ... Die positiven Elemente verstärken, Einsichten vermitteln. Die Entwicklung der Intelligenz voran treiben ... und das Leid von vielen verringern, in denen wir ihnen helfen ein menschenwürdiges Dasein zu führen. Wozu braucht die Welt dieses Leid?"

ZEITLEBEN: "Dabei brauchen wir noch nicht einmal unsere paranormalen Fähigkeiten einzusetzen. Wenn ich die Erfahrungen aus den parallelen Welten hinzuziehe, ist fast alles möglich. Irgendwo gibt es einen Superstar, der genau das zustande bringt, was wir brauchen."

Führt das nicht zu einer Vereinheitlichung?

Du meinst, dass dann am Ende alles gleich aussieht? Hast Du Angst vor der Vielfalt positiver Entwicklungsmöglichkeiten?

Es bringt strukturelle Veränderungen, die orthogonal zu den Zeitströmen sichtbar werden und es verhindert Entwicklungen, die ohne Veränderung stattgefunden hätten.

Entwicklungen, die nur auf dem Zufall beruhen. Aber wir wissen doch, dass der Zufall alleine noch nicht einmal ein einzelnes Universum voran bringen muss. Chaos kann der Anfang sein und es kann dabei bleiben. Der Erwartungswert für Entwicklung nur durch den Zufall ist null.

Nicht, wenn dabei bedinge Wahrscheinlichkeiten eine Rolle spielen. Und kein Neuanfang ist möglich, ohne dass er auf bereits dagewesenes zurück greift.

Das stimmt nur bedingt. In der Unendlichkeit des Nichtseins kann es zu spontanten Schöpfungsaktivitäten kommen, die keine Vorgeschichte haben. Denke an die Mohnkörner in ZEITLEBEN's Welt.

Romana: "ZEITLEBEN. Wir brauchen die anderen Zeitströme dazu gar nicht. Ich habe so viele Ideen und es gibt so viele Talente, die unentdeckt verloren gehen. Die Verlierer sind dann Ichbezogene Wesen, die gar nichts außer sich selbst wichtig nehmen. Vererbungsstrukturen, die erstarrt sind und nur noch sich selbst ernähren. Sie sind Entwicklungshemmer, da sie nichts abgeben wollen. Despoten, die ihre Macht verlieren, Monster, denen die Opfer genommen werden ..."

Können wir so einfach darüber hinweg gehen?

Ja, in der Unendlichkeit des Seins werden auch solche Charaktere existieren. Sie gestalten die Welt nach ihren Vorstellungen. Aber im hier und jetzt verändern wir die Welt.

Das führt dann vielleicht zu Kriegen mit anderen Entwicklungsformen, die wir nicht haben wollen.

Sollen wir einfach klein und versteckt bleiben, damit niemand uns etwas tut? Aber wozu haben wir dann unsere Möglichkeiten bekommen? Ein Gehirn, das nicht denken will, ist überflüssig. Dazu bedarf es keiner Evolution.

Du meinst, weil wir so sind, sollten wir unsere Möglichkeiten auch ausprobieren?

Ja, das tun die Monster doch auch. Nur weil sie so sind töten sie und bringen Leid.

Und wenn wir nicht wollen, dass sie uns das antun, müssen wir uns wehren.

Ja, aber wir sind doch mehr als Wesen, die nur reagieren. Wir können selbst gestalten!

...

Valid HTML
          4.01 Transitional


nächste Seite