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Arianne 317 - ZEITLEBEN 08

ZEITLEBEN auf dem Weg in die Unendlichkeit.
Sie hat eine Berührung mit Darky.

Gedanken und Dialoge

ZEITLEBEN in ihrer Welt. Viele Jahre waren inzwischen vergangen. Sie fühlte sich müde und wollte nur noch schlafen. War das das Ende ihres bewussten Seins? Zweifel machten sich bemerkbar, Zweifel an ihrem Selbst. Viele Dinge wiederholten sich. Was sie eigentlich nicht verwundern sollte, denn sie war ja ein Wesen, das in Ähnlichkeiten verankert war. Ob das alles in einer Endlosschleife enden würde? Eine endlose Wiederholung, wenn die Substanz des Inneren aufgebraucht war? Hatte das alles einen Sinn?

Gedanken eines metaphysischen Wesen. Sie blieben nicht ungehört. Fragen tauchten auf.

Du denkst an Jahre, woran werden sie gemessen?

An der Sonne meines Heimatplaneten. Die Sonne ist älter geworden, sie flackert mitunter. Ich habe ihr eine eigene Evolution zugestanden, einen Beginn und ein Ende.

Dann ist ja doch alles wie ...

Nein, ist es nicht. Es gibt kein Fressen und Gefressen werden. Keine Evolution, die sich auf Sternenstaub begründet. Schönheit kann unvergänglich sein, und es funktioniert! Es gibt kein Sterben, damit etwas Neues geboren werden kann.

Aber wenn die Sonne stirbt?

Der Planet kann auch unabhängig davon existieren. Als wenn die Gedanken einer Göttin dazu nicht in der Lage wären ...

Dann bist Du jetzt eine Göttin?

Das war ich schon immer. Oder willst Du in mir nur einen Kraken sehen, der sich quer über die Zeitströme der Existenz ausgebreitet hat?

Ist das so abwegig?

Wenn Du es so sehen willst.

Ich bin der Hintergrund und ich sehe was ist.

Nein, Du siehst was Du sehen willst!

...

ZEITLEBENS eigene Welt. Sie umfasste mehr als nur ein Universum. Sie war dynamisch mit einer Art Eigenintelligenz für alle sich bewegenden Objekte.

Damit sie nicht zusammenstoßen?

Ja, und das galt für jeden Stein, der sich bewegte.

Wie kann sich ein Stein bewegen?

Wenn ihn nichts festhält ... Bewegung ist ein Urzustand. Stillstand ist das Ende von allem. Nur durch die Wechselwirkung mit anderen Dinge kann sich ein Urzustand ändern.

Was sind Dinge?

Materie, Energie, Zeit, Gravitation sind Urzustände der Dinge. Davon ableitbar sind Bewegungen, Kräfte und ihre Wechselwirkungen. Mit ein bisschen Mathematik.

Mathematik wirkt auf Urzustände? Ist Mathematik ein Ding?

Sie ist ein Objekt unserer Anschauung und unseres Denkens ... und damit auch ein Ding.

Und das Denken? Ist es eine Form der Selbstwahrnehmung? Selbstwechselwirkung von Dingen, weil sie sind?

Denken ist Sein.

Warum? Kann nicht das Davor einen Gedanken haben, der ihm das Danach zeigt? Oder überhaupt erst ermöglicht? Gedanken ohne Existenz, die zu einer Selbstschöpfung führen können?

Es mag sein, dass es so etwas gibt oder im Nichtsein Gedanken existieren, die das Sein als Konsequenz ermöglichen, doch in dieser Welt gilt folgendes Gesetz.

Denken ist Sein und Denken ohne Selbstwahrnehmung führt zu den Naturgesetzen, Denken mit Selbstwahrnehmung zu Wesenheiten.

So wurde es von mir bestimmt, in meiner Welt. Ich will mich nicht mit nicht existierenden Zuständen befassen.

...

Bewegung als Urzustand, der nur durch Wechselwirkung mit anderen Dingen geändert werden kann, hmmm ...

Wodurch kommt ein rollendes Rad auf einer völlig geraden Straße ohne Neigung zum Stehen?

Durch Reibung!

Bestanden!

Also, ich bin der Hintergrund, nicht ein Schuljunge, der belehrt werden muss.

Wenn Du Dich so verhältst ...

Was ist aus den ganzen Romanas geworden, und den Kathrins?

Das war nur der Anfang. Inzwischen gibt es hier 200 Trilliarden bewohnte Welten, die von Teilen meines Selbst gestaltet worden sind.

Und das alles ohne Konkurrenz? Ohne Kriege um Einfluss und Dominanz?

Ja, wir brauchen das nicht.

Das ist schon etwas erstaunlich.

Etwas? Es realisiert eine Unwahrscheinlichkeit der Existenz. Da die Wahrscheinlichkeit 0 ist, werden wir auch gar nicht wahrgenommen. Das vermeidet unnötigen Besuch.

Wenn es da nicht die unendlichen Wesen gäbe ...

Ach, Du meinst, ein unendliches Wesen kann auch etwas wahrnehmen, das in der Existenz eine Wahrscheinlichkeit 0 hat?

Ja, wenn es in der Null Inhalte gibt ...

...

Dunkelheit.

Warum kam sie gerade jetzt auf diesen Gedanken? Weil es für die Dunkelheit keine Grenzen gibt, bis auf das bisschen Licht, das sie dem Leben gegeben hat.

Ja, die Dunkelheit, die ohne das Licht und die im spirituellen Bereich.

Das Leben hat eine Quelle positiver Energie. Aber das Individuum selbst muss sie auch nutzen wollen, um die Dunkelheit zu verdrängen.

Und wenn es verzweifelt ist, krank oder hoffnungslos?

Wir versuchen zu helfen.

Und wenn das alles nichts hilft?

Dann ist die Dunkelheit vollkommen.

Hast Du so etwas schon einmal erlebt?

Ja. Es ist ein Teil meines Selbst. Aber es ist nicht der Einzige, der mich ausmacht. Ich versuche ihn zu umgehen, so gut ich nur kann.

<< In einer vollkommenen Dunkelheit ist es an der Zeit, dass ich mich offenbare. >>

Wer bist Du, Stimme aus der vollkommenen Dunkelheit in meinem Selbst?

<< Man nennt mich Darky. >>

...

ZEITLEBEN: "Darky, Du sprichst aus mir?"

<< Die Dunkelheit in Dir, sie darf nicht auf ewig unbeantwortet bleiben. Du hast so viel Licht erschaffen, ich will nicht, dass sie Dich frisst. >>

ZEITLEBEN: "Steht es so schlimm um mich?"

<< Du hast sie verdrängt, die Dunkelheit, über die vielen Jahre. Es ist so, als würdest Du eine Feder zusammendrücken, um Raum für das Licht zu schaffen. Aber wenn sie zurück schlägt, kannst Du sie nicht mehr halten. Es ist der grundlegende Zweifel an der Existenz, mit dem sich jedes Wesen auseinandersetzen muss, das existiert. Für die kleinen endlichen Wesen ist es vielleicht der Zweifel an Gott, wenn sie sich mit dem Tod auseinandersetzen müssen. Für ein Wesen wie Du es bist ist es viel mehr ... Du musst Dir den Sinn Deiner Existenz selbst geben, er fließt Dir nicht durch andere zu. >>

ZEITLEBEN. "Ich dachte, die viele Inkarnationen meines Selbst, sie helfen mir ein Verständnis für Existenz zu entwickeln."

<< Du hast den Tod aus ihrem Leben verbannt, sie unsterblich gemacht. Aber bedenke, das ist ein Eingriff in den Lauf der Welt, der eine Reaktion auslösen kann. >>

ZEITLEBEN: "Warum redest Du so mit mir? Muss ich jetzt sterben?"

<< DU hattest Berührung mit Arianne und sie gab Dir eine kleine Fairy, die Dich beschützt. Das beschützt Dich vor allen äußeren Feinden. Nur, die innere Dunkelheit, die allen lebenden Wesen innewohnt, die musst Du selbst bewältigen. >>

ZEITLEBEN: "Was soll ich tun? Ich will leben. Aber wenn die Dunkelheit in mir bereits beginnt, zu mir zu sprechen?"

<< Ich lasse es nicht zu, dass die Dunkelheit Dich frisst. >>

ZEITLEBEN: "Was bedeutet das für mich?"

<< Du wirst leben. Aber Du musst es auch wollen. >>

...

Eine Berührung mit Darky. ZEITLEBEN spürte die Unendlichkeit dieses Wesens. Sie überstieg alles, was sie bisher erlebt hatte und was sie sich vorstellen konnte. Ob sie sich selbst zu einem unendlichen Wesen entwickeln könnte?

Oder war das eine zwingende Notwendigkeit für sie, der sie nicht entgehen konnte?

Sie war verstreut, über die Zeitströme der Existenz. Hatte Verankerungen, die scheinbar in die Unendlichkeit reichten. Einen Teil davon hatte sie bereits erforscht. Aber ob sie darüber hinaus gehen wollte? Ohne jede Begrenzung? Konnte sie so etwas überhaupt verkraften? Würde es sie nicht einfach zerreißen?

Nein, deswegen hatte Darky zu ihr gesprochen. Sie musste die Dunkelheit in ihrer Unendlichkeit beleuchten, immer und überall mit neuem Licht erfüllen. Das gab ihrem Leben einen Sinn, der niemals enden würde. Ihre Existenz würde enden, wenn sie in ihrer Endlichkeit verharren würde. Sie musste selbst aus sich heraus darüber hinaus gehen.

Wollte sie das?

Ja, sie wollte es. Unendlichkeit, ich komme ... !!!

..,

Und es geschah, ZEITLEBEN wurde zu einem unendlichen Wesen der Existenz.

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