Arianne 35 - Juliette und Jasmin

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Jasmin rettet die Welt vor dem Tod.


Juliette und Jasmin

Juliette: Jasmin, was bist du?

Jasmin: "Ein dir freundlich gesonnenes höheres Wesen. Weißt du, manchmal greife ich ein, in die Geschicke der Welt, wenn ich etwas ganz Besonderes bewahren will."

Juliette: "Ich bin doch nur ein gewöhnlicher Mensch. Danke für deine Hilfe, ich weiß nicht, was die mit mir angestellt hätten."

Jasmin: "Ich weiß es, darum bin ich hier. Es ist auch so, dass diese Welt dem Tode geweiht ist. Ein Meteorit nähert sich, er wird sie zerreißen."

Juliette: "Die Welt zerreißen? Nein, es gibt doch auch die schönen Dinge, sie sind manchmal versteckt, aber es gibt sie. Bist du ein Schattenwesen, das nur in Erscheinung tritt, wenn andere sterben oder bereits gestorben sind?"

Jasmin: "Nein, ich bin ein Lichtwesen, so etwas wie das Bewusstsein hinter den Photonen. Eine echte "Lichtgestalt" *grins*.

Juliette: "Dann kannst du meine Welt retten. Bitte, tue es."

Jasmin: "Warum hängst du so an ihr? Du bist das Besondere, das diese Welt hervorgebracht hat, Aber es muss bereits ein höheres kosmisches Wesen eingreifen, um dich bewahren zu können. Es gibt so viel Dunkelheit auf dieser Welt. Es ist vielleicht besser, wenn sie einfach verschwindet."

Juliette. "Nein, bitte nicht. Dann sterben alle meine Freunde, die Menschen, die ich so gern hab. Sind es nicht auch wert zu leben? Warum dürfen sie keine Chance haben, die Welt zum besseren zu gestalten? Warum gerade ich? Ich möchte nicht ohne sie existieren, ich kann nicht so alleine sein."

Jasmin: "Du meinst es ernst. Ich sehe, du willst nicht leben, ohne deine Welt. Dann lass uns ihr einen Aufschub geben.  Siehst du diese dunkle Gestalt da hinten? Sie wartet auf ihren Moment. Ich pfusche ihm sozusagen ins Handwerk, Das mag er gar nicht so gerne."

Juliette: "Ist das der Tod?"

Jasmin: "Ja. Aber ich als das Licht habe eine Option für das Leben, die er beachten muss. Komm, wir müssen hinauf in den Weltraum."

Schweben im Raum. Juliette und Jasmin umgab eine Sphäre aus Licht, ein Photonenschiff. Innerhalb gab es alles, was Juliette zum Leben brauchte.

Sie entfernten sich von der Erde. Nach etwa 5 Lichtminuten erreichten sie den Todesboten, ein kosmisches Trümmerstück mit einer maximalen Ausdehnung von mehr als 100 Kilometern.

Sie landeten mit dem Photonenschiff auf seiner Oberfläche.

Jasmin: "Was machen wir jetzt damit? Ich könnte ihn anhalten, zur Seite schieben, so dass er an der Erde vorbeifliegt. In allen Fällen bewirke ich einen nicht kausalen Impuls, der mit den Mitteln der Naturwissenschaften nicht erklärbar ist."

Juliette: "Bitte tue es."

Jasmin: "Ja, ich werde es tun. Nur, dieser nicht kausale Impuls ermöglicht Eingriffe in das Weltgeschehen, die ihn wieder kompensieren. Unkontrolliert, irgendwo. Das ist das Problem. Kennst du die Geschichte über den Tod, der in das Schicksal der Menschen eingreift?"

Juliette: "Ja, ich kenne sie. Der Tod manipuliert die Wirklichkeit und bringt dann Leute um"

Jasmin: "Das wäre eine mögliche Konsequenz. Ein magisches Wesen, das sein Spiel mit den Menschen der Erde treiben könnte. Es gibt aber eine andere Möglichkeit, die Arianne aufgezeigt hat. Ich nehme die möglichen Konsequenzen in mich auf. Dann bleibt die Konsistenz der Welt erhalten."

Juliette: "Arianne?"

Jasmin: "Darüber später. Das Leiden der Welt, das ich verhindert habe, es wird ein Teil von mir. Nun ja, ich bin ein unendliches Wesen und da ich die endlichen Wesen mag, werde ich es auf mich nehmen."

Juliette: "Dann musst du leiden, für das, was du verhindert hast?"

Jasmin: "Ja. Alles muss irgendeinen Ausgleich finden. Sonst wäre die Welt in ihrer Gesamtheit inkonsistent und damit instabil. Es ist aber auch so, ich bin einfach zu groß, unendlich groß. Ich umfasse die Welt. Ein endliches Wesen mit magischen Fähigkeiten hätte diese Probleme nicht, es könnte die Welt in seinem Sinne manipulieren, ohne diese Konsequenzen beachten zu müssen. Dafür hat es dann aber auch nur ein endliches Verständnis von der Welt"

Juliette: "Das tut mir so leid. Ich weiß nicht mehr, was ich mir wünschen soll."

Jasmin: "Ich will dich erhalten. Das ist es mir wert. Weißt du, dein Wesen gibt mir Freude. Du bist eine Entwicklung aus der Existenz heraus, die ich mir so sehr gewünscht habe."

Und so geschah es. Der Meteorit flog an der Erde vorbei. Der Tod zog sich zurück. Und Jasmin, sie spürte das Feuer des Schmerzes in sich, aber auch die Freude, etwas im Sinne des Lichtes bewirken zu können.

Juliette umarmte sie. Das kleine menschliche Wesen, sie gab Jasmin ihre ganze Liebe. Das war sehr viel für das kosmische Wesen Jasmin, viel mehr als Juliette verstehen konnte. Denn die Liebe, sie ist ein Teil der Unendlichkeit. Etwas, dass die endlichen Wesen in sich tragen können.

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