Arianne 36 - Juliette und Jasmin 02

Home   nächste Seite

Arianne läd Juliette und Jasmin in ihre Heimat ein.


Juliette und Jasmin 02

Juliette: "Liebe Jasmin, ich danke dir so sehr für das, was du für meine Welt getan hast  :-))). Ich frage mich nur, warum interessierst du dich gerade für mich? Das können doch nicht nur die langen Haare sein? Die Menschen, die ich mag, sie sind alle sehr liebenswert. Sicher, sie haben ihre Schwächen, aber ist das nicht ein Teil des Lebens? Ich sehe nicht das Besondere, das mich so sehr von ihnen unterscheidet."

Jasmin: "Das Besondere ist die Art, wie du Fragen stellst. Du versuchst nicht, dein Ego durchzusetzen, sondern du suchst nach Verständnis. Hinzu kommt eine überragende Intelligenz, die alles in den Schatten stellt, was diese Welt jemals hervorgebracht hat. Du weißt noch gar nicht, auf welche Fragen du Antworten finden könntest. Vor allem auch nicht, welche Fragen du stellen könntest. Eine Intelligenz, die nicht zweckbestimmt ist. Du würdest dich niemals verwerten lassen, für fremde Interessen. Im Grunde stehst du an der Schwelle zu einem allgemeineren Wesen, du hast das Potential einer Janine in dir."

Juliette: "Eine Janine? Ich weiß nicht was eine Janine ist. Das alles klingt mir aber sehr elitär, als wenn Entwicklung nur nach dem Besonderen sucht, das es zu erhalten gilt."

Jasmin: "Weißt du, was den Blitz ausgelöst hat? Das warst du. Das hast paranormale Fähigkeiten in dir, die im Augenblick der Gefahr aktiv werden können. Du weißt nur nichts davon."

Juliette: "Ich? Dann bin ich eine X-Men?"

Jasmin: "Ja, das bist du. Aber eigentlich mehr. Ich werde dir die Janinens zeigen, dann wirst du verstehen.

Du hast Recht, es gibt viele liebenswerte Menschen auf diesem Planeten. Nur, was soll ich tun? Jeden einzelnen davon beschützen? Dann kontrolliere ich das gesamte Geschehen der Welt, es gibt nicht Neues mehr, das aus der Vielfalt der freien Wechselwirkungen entstehen könnte. Weißt du, im Extremfall spiegeln alle diese Bewusstseine dann nur mich selbst wieder. Es gibt dann nichts anderes mehr, als nur noch mich. Es gibt auch höhere kosmische Wesen mit einem anderen Verständnis der Welt, als ich sie habe, die würde ich dann ausschließen."

Juliette: "Das verstehe ich nicht so richtig."

Jasmin: "Das ist auch kein Wunder. Es gibt Grenzen des Verständnisses für endliche Wesen, was die Unendlichkeit betrifft. Bedenke, ich bin unendlich. Ich erfasse alles was geschehen ist, was geschehen wird und was geschehen könnte. Und ich bin nicht allein in der Unendlichkeit."

Juliette: "Dann kennst du meine Zukunft?"

Jasmin: "Die habe ich schon verändert. Ich war darin nicht vorgesehen."

Juliette: "Was wird aus mir? Werde ich alle meine Freunde verlieren? Nein, bitte nicht. Sie bedeuten mir so viel."

Jasmin: "Ich sehe, wie wichtig sie für dich sind. Du lebst in deiner Welt, du willst nicht hinaus in die Weite, in die Unendlichkeit. Ich kann dich zurückbringen, dir die Erinnerung an mich nehmen und du lebst weiter, in deiner eigenen Zeit, mit deinem eigenen Ich. Auch mit der Freiheit, die dies mit sich bringt. Nur ich habe Angst um dich."

Juliette: "Du hast Angst um mich?"

Jasmin: "Ja, du kannst umkommen in dieser Welt. Sie ist gewalttätig, wie ein Urmeer aus lauter konkurrierenden Eiweißmolekülen. Gerade die Sanftheit und die Intelligenz, sie kann leicht ein Opfer der Gewalt werden."

Juliette: "Wenn ich zurückgehe, gibt es dann niemanden mehr, der mich beschützen tut? Läuft dann alles nur noch im Rahmen der Naturgesetze ab? Ja ich weiß, du hast das Schicksal der Welt schon verändert, ohne dich wäre ich bereits tot. Aber ich vermisse auch dieses Gefühl, das ich früher hatte, die Hoffnung auf etwas Schönes, besseres, diese schönen Gefühle in der Gemeinsamkeit mit den anderen, der Glaube an etwas, das sein könnte, das uns alle beschützt. Ohne dass dieser Glaube durch die Wirklichkeit vollkommen desillusioniert worden wäre"

Jasmin: "Ja, ich verstehe dich. Auch die unendlichen Wesen sehnen sich manchmal nach dem Endlichen, ohne zu wissen, was dahinter geschieht, einfach nur glauben, es könnte schön sein. Ich will dir nur das Risiko zeigen, das ich nicht ausschließen kann. Nein, so ganz allein seid ihr nicht. Die Janine des Zeitstromes kümmert sich um euch. Nur, sie wird nicht alles bewahren können, vieles geht verloren. "

Bevor du gehst, ich will dir deine Janine zeigen.

Und dann sah sie die Janine, in ihrer unbeschreiblichen Schönheit. Noch nie hatte sie so etwas schönes gesehen. Es berührte ihre Seele zutiefst. Janine, sie schenkte der Materie das Leben.

Juliette: "Sie ist so wunderschön. Dann gibt es doch das Schöne hinter allen Grenzen. Der Glaube daran ist nicht nur Illusion. Aber gerade deswegen will ich zurück in meine Welt. Ich will die anderen nicht alleine lassen. Vielleicht schaffen wir es ja doch, das Schöne in uns zu bewahren, auch für die Zukunft."

Jasmin: "Ausgeschlossen ist das nicht. Es ist aber auch nicht sicher. Weißt du, du bist das erste Wesen, das eine Janine gesehen hat und doch zurück will, in ihre Welt, weil die anderen sie brauchen. Das ist die Größe in dir, die ich bewundere. Bedenke, du wirst die Erinnerungen an mich verlieren, in deiner Welt. Willst du wirklich zurück?"

Juliette: "Ja, ich will. Ich danke dir für alles, was du für mich und die anderen getan hast."

Jasmin: "So soll es geschehen. Moment, ... , Arianne möchte dich gerne kennenlernen, in ihrer Heimat."

Juliette: " Arianne?"

Jasmin: "Lern sie einfach nur kennen, mach dir dein eigenes Bild. Sie umfasst alles was ist. Ihre Heimat ist so, wie sie es will. Dort bestimmt sie wirklich selbst, was ist und was sein soll. Lerne eine Welt kennen, die durch ein kosmische Bewusstsein bestimmt wird, das alles umfasst, das Gute wie das Böse, Ordnung und Chaos, einfach alles. Ein Bewusstsein, das trotzdem weiß, was es will und das uns beide eingeladen hat."

Juliette: "Ist sie nicht ein bisschen sehr groß für mich?"

Jasmin: "Komm, bitte schlag die Einladung nicht aus. Selbst ich war noch nie in Ariannes Heimat. Wir werden direkt in die Ebene eintauchen, um dorthin zu gelangen."

Juliette: "Die Ebene?"

Jasmin: "Die Ebene beinhaltet den spirituellen Teil der Existenz, der materielle Teil befindet sich an der Oberfläche. Das ist eine zusammenfassende Sichtweise, sie umfasst die gesamte Existenz."

Juliette. "Ein bisschen verschwinde ich in diesen Vorstellungen. Arianne, ja, ich würde sie gerne kennenlernen."

Das Photonenschiff tauchte ein in die Ebene. Vorbeiziehende Schatten der Oberfläche konnten sie sehen, Zeitströme, unter denen sie hindurchtauchten, Zusammenballungen von Energie, Universen. Alles raste an ihnen vorbei. Dann verlangsamte sich der Flug. Ein einzelner Schatten blieb zurück. Ein Universum.

Und die schon bekannte Riesenqualle.

"Seid willkommen, Reisende? Ein unendliches Wesen? Wisset, dieses Universum ist für höhere kosmische Wesen gesperrt."

Jasmin: "Arianne hat uns eingeladen. Ich bin Jasmin und hier neben mir, Juliette."

Qualle: "Jasmin, du bist schon ein besonderer Gast :-)))).  Ich stelle Kontakt mit Arianne her ... Ja, Arianne möchte euch sehen. Seid willkommen :-))))"

nächste Seite

Valid HTML 4.01 Transitional