Arianne 38 - Juliette und die Muse

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Die Muse hilft Juliette zu überleben, gegen paranormale Geister aus einer Anderswelt.


Juliette und die Muse

Juliette wieder zurück auf ihrem Heimatplaneten. Sie war ein wenig müde, ohne genau zu wissen, warum eigentlich. So begab sie sich in ein Cafe, trank eine Tasse Cafe.

Eine junge Frau näherte sich ihrem Tisch. "Darf ich mich zu dir setzen?"

Juliette. "Ja, gerne, ich bin Juliette."

"Ich heiße Muse."

Juliette: "Hallo Muse, ist das nur ein Name?"

Muse: "Nein, es ist weitaus mehr. Weißt du eigentlich, was du die letzten drei Tage gemacht hast?"

Juliette: "Es ist ein bisschen verschwommen. Als wenn ich viel geträumt hätte."

Muse: "Der Name Jasmin sagt dir nichts?"

Juliette: "Eine Pflanze, wenn ich mich richtig erinnere."

Muse: "Ich verstehe. Du hast ihnen die Erinnerung wieder zurückgegeben. Nur, es ist hier nicht alles so, wie es sein sollte"

Juliette: "Was meinst du damit?"

Muse: "Siehst du diesen Mann mit Hut, dort am Thresen?"

Juliette: "Ja, er scheint uns zu beobachten."

Muse: "Bitte höre jetzt zu, ohne mich für verrückt zu halten. Er ist nicht das, was er zu sein scheint. Von ihm geht für dich eine große Gefahr aus, aber du musst keine Angst haben, mit mir hat er nicht gerechnet. Mit mir rechnet eigentlich niemand, das ist manchmal ein Fehler."

Juliette: "Du redest so merkwürdig. Ein wenig Angst machst du mir schon."

Muse: "Du kennst doch die Geschichten von X-Men? Nun, es ist so, du bist mitten drin, ohne es zu wissen. Ich werde dich gleich sanft berühren und dann teleportieren wir einfach, irgendwohin, wo wir uns in Ruhe und ungestört unterhalten können, einverstanden?"

Juliette sah sie nur fragend an.

Ploppp. Weg waren sie.

Und fanden sich auf einer grünen Wiese wieder, im strahlendsten Sonnenschein.

Muse: "So, jetzt werde ich mich erst einmal richtig vorstellen."

Juliette: "Ich bin etwas verwirrt. Was ist passiert?"

Muse: "Wir sind teleportiert. Ich wollte dich weghaben, von diesem Seelensammler. Weißt du, du hast schlummernde paranormale Fähigkeiten in dir, die wollte er absorbieren. Er ist selbst so eine Art Hexenmeister. Alles nicht so schlimm, wie gesagt, mit mir hat er nicht gerechnet."

Juliette: "Und wer bist du?"

Muse: "Die Muse. Ein höheres kosmisches Wesen, genauer, ein Wesen der dritten Stufe der Unendlichkeit."

Juliette: "Das vestehe ich nicht."

Muse: "Ich gebe dir die Erinnerungen an die letzten drei Tage zurück. Dann wirst du es verstehen. Ariannes Zorn soll mich treffen *seufz*. Nein, das wird er nicht. Ich will ja nichts schlimmes."

Juliette erinnerte sich.

Juliette: "Das ist ja unglaublich. Und ich wollte wirklich zurück, in meine Endlichkeit?"

Muse: "Ja. Aber es geschehen hier Dinge, die es nicht sinnvoll erscheinen lassen, dass du dort verbleibst. Durch den Eingriff von Jasmin wurde die Kausalität verändert. Das geschah nicht unbeobachtet. Nun haben wir einige Wesen hier, die besser nicht hier wären. Darunter ein Wesen der zweiten Stufe der Unendlichkeit"

Juliette: "Dritte Stufe klingt ein wenig besser."

Muse: *grins* Das ist es auch. Für die Wesen der zweiten Stufe bin ich ein Gott."

Ploppp

Muse: "Da sind sie ja schon."

Ein dutzend menschenähnlicher Gestalten bildeten einen Kreis um sie herum.

Muse: "Ich weiß wer ihr seid, aber wisst ihr auch, wer ich bin?"

Schweigen.

Muse: "Also gut, dann werde ich mich offenbaren."

Ein Klavier nebst dazugehörigem Stuhl materialisierte. Muse setzte sich und begann zu spielen.

Juliette konnte gar nicht mehr denken, so sehr ging sie auf, in den Klängen. Es war romantisch, wild, sanft, zuckersüß, sehr hart, aggressiv. Akkorde, die scheinbar ins Unendliche hineinspielten. Irgendwie genial. Es lies ihre Seele erbeben, noch nie hatte sie Musik so stark vereinnahmt.

Die Gestalten um sie herum, sie lösten sich einfach auf.

Muse: "So, nun wissen sie, wer ich bin. Die Musik war für die höheren Wesen nur eine Aufforderung, zu verschwinden. Ich kann es auch viel härter spielen, dann ist es keine Aufforderung mehr. Immerhin hat mich Arianne schon einmal zu einem Privatkonzert eingeladen."

Juliette: "Und nun, gehe ich wieder zurück in meine Endlichkeit? Nachdem so viel geschehen ist?"

Muse: "Ich denke es ist besser, du behälst deine Erinnerungen. Damit bist du dann aber auch der Mentor dieses Planeten, und nicht nur das. Aber gehe langsam voran, nimm dir Zeit, lass die Dinge sich entwickeln. Du musst lernen mit dem Planeten zu kommunizieren, mit ihm eins zu werden, ein Wesen, ein Geist. Dann kannst du auch kosmische Bedrohungen abwehren. Und der Lernprozess deiner Mitmenschen, er muss ein wenig forciert werden. Diese kleinen und großen Kriege, es macht jetzt keinen Sinn mehr, und dafür ist auch keine Zeit mehr übrig."

Juliette: "Warum tust du dies alles für mich? Hätte das nicht auch Jasmin machen können?"

Muse: "Nein, Jasmin ist ein Wesen der zweiten Stufe der Unendlichkeit. Sie hat nicht den spirituellen Bezug zur Ebene, den ich habe und sie kann diese kosmischen Parasiten der zweiten Stufe nicht vertreiben. Dennoch ist Jasmin etwas Besonderes, sie darf die Ebene betreten, das Privileg hat sie von Arianne. Das darf noch nicht einmal ich."

Juliette: "Und dein Bezug zur Ebene?"

Muse: "Wie schon mein Name sagt. Die Muse, das bin ich. Alle Tiefen der Muse, sie sind ein Teil von mir, Musik, Schauspiel, Kunst, eigentlich jede Form von Kultur. Ohne die Muse wäre das Leben nicht so farbig, wie es ist. Die Muse hilft Grenzen zu überwinden, die anders nicht überwindbar wären. Sie hat eine Tiefe, die unendlich sein kann.

Das ist mein Teil der Unendlichkeit, den Alexa für mich geschaffen hat. Wenn du willst, ich führe dich durch die Konzertsäle der Unendlichkeit."

....

Arianne: "die Muse hat sich dort eingefunden, wo Juliette jetzt ist."

Alexa: "Die Muse, sie ist so wenig greifbar, ein sehr flüchtiges kosmisches Wesen. Nimmst du es ihr übel, dass sie dort eingreift?"

Arianne: "Nein, es ist gut so. Die Dinge nehmen einen anderen Verlauf, als Jasmin und ich geplant hatten. Warum auch nicht. Gäbe es keine Eigenständigkeit in der Existenz, dann wäre ich sehr sehr einsam, denn dann gäbe es nur mich."

Jasmin: "Danke, Arianne. Ich wusste nicht, dass mein Eingriff in die Kausalität so schwerwiegende Konsequenzen haben würde."

Arianne: "Es ist immer gefährlich, dort einzugreifen. Es macht vieles unberechenbar. Aber manchmal tue ich es ja selbst, es ist auch ein bisschen wie eine Geburt, im Sinne dessen, was wir lieben. Wenn alles nur vom Zufall beherrscht wäre, es ist nicht sicher, dass wir uns das Ergebnis wünschen würden."

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