Arianne 42

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Die Liebe 02

Die Liebe im Rotlichtmilieu. Diesmal nicht auf der Erde, es war ein Planet mit intelligenten Echsen. Mit einer Intelligenz, vergleichbar mit der des Menschen auf der Erde.

Nur, waren die Echsen die besseren "Menschen"?

"seufz". "Intelligenz" scheint überall die gleichen Probleme hervorzurufen.

Von Liebe wurde hier viel geredet, Liebesdienste, natürlich gegen entsprechende Bezahlung. Gerade die Freier waren besonders stolz auf ihre Libido. Aber was steckte dahinter?

Sie wurde von niemandem gesehen, bewegte sich unsichtbar durch die Straßen und Gassen.

Dann, ein Ruf. "Julia".

Sie checkte den Zusammenhang. Aha, Julia, eine junge weibliche Echse. Und dieses Wesen dort, Albertus.

Die Wahl der Namen, ein Zugeständnis an die Erfahrungswelt des Betrachters. Eine Übersetzung sozusagen.

Albertus, einer der Dienenden der Großechsen. Julia, eine geraubte Jungechse, für das Gewerbe hier.

Albertus liebte Julia über alles. Er hatte schon Pläne, wie sie beide fliehen konnten. Freikaufen konnte er sie ja nicht, wie sollte er so viel Geld zusammenbekommen.

Die Liebe blieb stehen, wartete, bis sich Albertus ihr genähert hatte.

"Julia, was machst du hier. Bist du ihnen entkommen?"

Liebe: "Nicht wirklich. Ich bin nicht Julia, du siehst nur deine Liebe in mir. Julia geht es gar nicht so gut. Komm, ich will ihr helfen. Glaubst du an höhere kosmische Wesen?"

Albertus: "Eigentlich nicht, sie haben mir nie geholfen. Du siehst aus wie Julia, redest wie sie, nur die Wahl deiner Worte ist merkwürdig, höhere kosmische Wesen?"

Liebe: "Du bist doch lernfähig. Komm, gib mir deine Hand und erschrick nicht."

Ploppp

Ein Zimmer.

Julia saß auf einem Bett. Man hatte sie geschlagen und unter Drogen gesetzt. Ganz apathisch saß sie da. Eine fette alte Echse tänzelte um sie herum.

Dann sah sie Albertus.

Echse: "Wer bist du denn?"

Albertus hatte nur Augen für Julia. Er nahm sie in seine Arme. Die alte Echse griff nach ihm. "Sie gehört mir. Schließlich habe ich dafür bezahlt."

Der Alte war viel kräftiger gebaut als der junge Albertus.

Die Liebe sah er nicht.

Die Liebe kommunizierte gerade mit Jasmin, bat um die Erlaubnis, in deren Gestalt materialisieren zu dürfen.

Jasmin erlaubte es ihr.

Die Liebe materialisierte in der Gestalt von Jasmin.

Sie hatte jetzt auch einige der Möglichkeiten der Jasmin, sie konnte mit den Janines kommunizieren und mit deren Zeitwesen.

Das geschah ohne jeden Zeitverlust. Eine Janine und ein Zeitwesen wollten ihr helfen.

Liebe: "Was du hier tust ist Unrecht, auch im Sinne eurer Gesetze."

Echse: "Wie bist du überhaupt hier hereingekommen? ... und was geht dich das an. Aber so wie du aussiehst, was kostest du?"

Liebe: "Ich bin nicht käuflich."

Echse: "Hier ist jeder käuflich. Ich werde mal deinen Zuhälter fragen. Wir werden uns schon einig werden. Immerhin bin ich sein bester Kunde."

Der Liebe wurde das zu dumm. Sie lies die Zeit einfrieren, das Zeitwesen half ihr dabei. Die Echse rührte sich nicht mehr. Nur die Liebe, Albertus und Julia wurden nicht eingefroren.

Albertus hielt sie ganz fest in seinen Armen. Die Tränen liefen über sein Gesicht.

"Was ist mir ihr, sie rührt sich nicht, ich spüre sie nicht mehr. Ist sie tot?"

Liebe: "Nein, sie lebt. Ich werde ihr helfen."

Die Liebe berührte Julia. Eine Janine gab ihr die Kraft des Lebens. Julia schlug die Augen auf.

....

Liebe: "Ich kann euch hier herausbringen. Aber schafft ihr es dann alleine, zu überleben?"

Albertus: "Meine Freunde werden mir helfen. Sie werden uns nicht mehr finden. Danke für alles, aber wer bist du?"

Liebe: "Eine Freundin. *grins*. Pass gut auf sie auf. Es ist deine Liebe, die mich für dich sichtbar macht. Ansonsten bin ich eher unwichtig. Viele der Echsen hier können mich gar nicht sehen."

Albertus: "Bist du so etwas wie die Liebe, ein Geist, der die Liebe in sich trägt?"

Liebe: "Das ist schon gar nicht so verkehrt. Aber lass es damit genug sein. Das Wissen über mich kann auch Verwirrung stiften, und ich bin nicht alleine im Kosmos."

.....

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