Arianne 46 - Die tote Ebene

Home Mobil   Home PC
nächste Seite
Beginn der Geschichten
Die tote Ebene - Folgeseiten
02   03   04  
Jasmina   Janina und Jasmina
Sweety   Nebula  
Firefly

Bilder und Beschreibung von Ebenen


Die tote Ebene

Der Tod, Arianne, Jasmin und Julius beim Kaffeetrinken in Ariannes Heimat.

Arianne hatte Julius ein verlorenes Haar um den Arm gewickelt, damit schützte sie ihn vor dem Tod.

Der Tod: "Dein Begehren. Die Toten sollte man ruhen lassen. Aber ich sehe, wie wichtig sie für dich ist und Arianne kann ohne ihre Janines nicht leben. Du bist für sie bereits eine Janine. Aber bedenke, was ist mit Julia? Hatte sie das Potential einer Janine? Arianne, was tut sich in dir, hast du eine schlimme Wunde, die nicht heilen will?"

Arianne: "Ja."

Der Tod: "Dann müssen wir sie dort herausholen."

Jasmine: "Arianne, was ist mir dir, ich habe solche Angst um dich..."

Der Tod: "Ariannes Traum ist in Gefahr. Wir müssen in ihren Albtraum eindringen, um ihn zu retten. Ein höheres kosmisches Wesen muss uns begleiten, ich brauche seine Energie, denn ich selbst habe keine mehr. Es besteht aber die Gefahr, dass es nicht zurückkehrt."

Arianne: "Ich bin so müde, ich würde es nicht durchhalten. Alexa wird mit euch gehen. Wir haben alles durchgesprochen, nur Alexa hat so viel Kraft, um es vielleicht durchstehen zu können.
Ich hoffe mein Wachbewusstsein wird euch helfen. Es liebt doch seinen Traum."

Der Tod: "Alexa könnte sterben, was ist dann mit dir?"

Arianne: "Es würde mich sehr schwer treffen, aber nicht töten. Ich würde in einen tiefen Schlaf fallen, aus dem mich nur mein Wachbewusstsein erlösen könnte."

Der Tod: "So sei es. Lasst uns zur Pforte gehen. Aber bedenkt, ihr werden in euren eigenen Albtraum einkehren."

...

Die Pforte zur toten Ebene.

Ein kreisrundes Loch, von vielleicht 4 m Durchmesser. Auf einem blühenden Planeten, irgendwo in der Existenz. In der Umgebung des Loches war kein Leben zu sehen. Bis zu einer Entfernung von 2 km, alles tot.

Alexa, Julius und der Tod standen vor dem Eingang.

Tod: "Nur zu. Es kann nur noch schlimmer werden."

Er ging voran, durch das Tor, die anderen folgten ihm.

Und der Albtraum begann.

darkness

Weiße Schemen, die direkt in die Seele hineinbissen. Es tat den beiden lebenden Wesen so weh, und es war kein körperlicher Schmerz.

Ein lautes Lachen, es hallte durch die Unendlichkeit. Wurden sie ausgelacht, weil sie es wagten?

Dann plötzlich, Höllenfeuer. Sie sahen das Schicksal der Sterbenden. Ein mächtiger Kaiser, der tausende in den Tod schickte, um seine Position zu stärken. Jedes einzelne Wesen sah Julius sterben, spürte ihren Schmerz. Es war unerträglich. Alexa half ihm, indem sie den Todesschmerz in sich aufnahm.

Dann wurde der Kaiser selber zerrissen, Julius spürte ein Gefühl der Genugtuung, ohne zu wissen, woher es kam.

Explodierende Planeten, am Ende kollabierende Galaxien. Es wollte nicht enden. Die tote Ebene wollte ihnen alles mitteilen.

Dann kam die Angst, die ihn lähmte, aus jedem Kubikzentimeter des umgebenden Raumes kroch sie förmlich auf ihn zu.

Das Leiden der Gestorbenen, es traf ihn mit voller Wucht, er konnten sich nicht dagegen wehren. Ohne Alexa hätte er das nicht überlebt.

Alexa absorbierte es. Julius war zu seinem eigenen Glück noch zu klein, um das volle Leiden erfassen zu können.

Alexa, sie schwankte, musste sich setzen.

Der Tod stützte sie. "Komm, wir müssen weiter." Dann trug er sie. Er hielt Alexa in seinen Armen.

Weiße Schemen wollten sich auf Julius stürzen, der plötzlich ohne den Schutz von Alexa auskommen musste.

"Fort mit euch." Der Tod scheuchte sie fort. Er hatte also doch noch etwas zu sagen.

So irrten sie durch die tote Ebene. Wie sollten sie hier eine einzelne verlorene Seele finden, die noch nicht in winzig kleine Teile zerfetzt worden war?

Die Gebeine der Toten flogen an ihnen vorbei. Hier gab es keine Ganzheit mehr. Vereinzelt auch Knochen, faules Fleisch. Jedes Teil hatte sein Eigenleben. ZumTeil krochen die Würmer durch die Gebeine. Und doch war alles nur Schein, ein Abdruck des einmal dagewesen. Nur, es traf die Seele von Julius und Alexa.

Dazwischen Elemente der Zerstörung, die alles in noch kleinere Teile zerfetzten. Es war schon erstaunlich, wie klein die Dinge werden konnten.

Tod: "Julias Geist existiert noch als Gesamtheit. Es ist die Liebe von Julius, die Gedanken an sie. Das Einzige, was hier überhaupt noch eine Wirkung zeigt. Es ist die Erinnerung der Toten an ihr eigenes vorher."

Es wurde immer schlimmer, unerträglicher. Der Tod scheuchte viele der Eindringlinge fort, aber es wurden dann selbst für ihn einfach zu viele. Als die Grenze der Erträglichkeit für Julius und Alexa erreicht wurde, flaute der Ansturm plötzlich ab. Sie sahen eine weiße Gestalt, weit entfernt und doch deutlich erkennbar. Sie verschwand dann wieder.

Der Tod: "Ariannes Wachbewusstsein :-). Es gibt sie wirklich. Dass ich als Tod so viel Freude empfinden kann. Nun weiß ich, dass wir erfolgreich sein werden."

Ein riesiges schwarzes Gespenst versperrte den Weg.

Tod: "Der ehemalige Archivar. Sag mir bitte, wo finde ich Julia, die tote Janine der Existenz."

Das Gespenst flatterte. Beugte sich vor, wollte den Tod scheinbar verschlucken, wich dann wieder zurück.

Gespenst: "Ich kenne dich. Du warst mal jemand. Da du so freundlich fragst, ich habe sie eingefangen und versteckt. Ich wusste, dass du kommst."

Eine Höhle in der toten Ebene. Ein kleines Gespenst in menschlicher Gestalt. Unverletzt, Arme, Beine, alles war noch vorhanden. Sogar die Haare hatte sie noch."

Eine Enklave im Albtraum, sollte es so etwas geben? Warum nicht, der Albtraum griff ja auch in die Existenz über, manchmal.

Julius: "Julia, bist du es wirklich."

Sie richtete sich auf, erkannte ihn.

<< Julius, du bist hierher gekommen? Ich empfinde Freude, obwohl ich doch tot bin. Die Bombe hat meinen Körper zerfetzt, aber hier als Geist, es ist noch alles da. Die Toten, sie wollten mich zerfetzen, aber dieses große schwarze Wesen hat mich beschützt. Versuch mich bitte nicht anzufassen, ich bin nur ein Geist >>"

Tod: "Alexa, ich brauche dich jetzt. Bitte schlag die Augen wieder auf. Sei nicht tot. Wir brauchen dich."

Gespenst: "Ist sie tot? Nein, ich sehe keinen Geist herumflattern. Wie können wir ihr helfen. Ach, der Arzt, ich gehe ihn holen."

Tod: "Der Arzt, ein ehemaliges höheres kosmisches Wesen, vergleichbar mit Alexa."

Ein zweites Gespenst betrat den Raum. Beugte sich vor.

Gespenst 2: "Hmmm, sie hat zu viel Leid aufnehmen müssen. Das verkraften sie nicht, die unendlichen Wesen. Solange sie noch am Leben sind. Aber ich denke, ich kann ihr helfen. Ich schaffe eine Öffnung, durch die die verlorenen Seelen in ihr wieder hinausströmen können.

Was, ihr wollt nicht? Wollt ihr sie umbringen? Muss denn alles euer Schicksal teilen? Also bitte."

Die verlorenen Seelen hatten ein Einsehen.

Alexa schlug die Augen wieder auf.

"Wo bin ich?"

Tod: "An einem ungastlichen Ort. Ich bin der Tod, aber erschrick doch nicht so, du lebst ja noch. Ich brauche deine Hilfe. Du musst den Geist von Julia in dich aufnehmen. Sie hat ja keinen Körper mehr und du musst ihr einen neuen Körper schenken, damit sie wieder existieren kann, als lebendes Wesen."

Alexa schaute sich um, sah Julia. "Haben wir dich gefunden :-))). Komm bitte auf mich zu, berühre mich. Ja, ich weiß, das geht eigentlich nicht, aber ich bin mehr als das, was du hier siehst. Ich kann deine Seele in mich aufnehmen."

Und so geschah es dann.

Der Rückweg war einfacher. Zwei große schwarze Gespenster begleiteten sie, hielten alles fern, was einen Albtraum erzeugen wollte.

Wieder zurück in der Existenz.

Arianne umarmte Alexa, konnte gar nicht mehr von ihr lassen. "Ich bin so glücklich, dass du wieder zurückgekommen bist :-)))"

Alexa: "Dein Wachbewusstsein hat uns geholfen, sonst hätten wir es nicht geschafft."

Arianne: "Es will seinen Traum nicht aufgeben :-))). Komm, lasst uns danken. Wir haben jetzt wirklich einen Grund zu beten."

Alle verharrten in tiefer Demut.

Dann plötzlich materialisierte ein menschliches Wesen.

Julius: "Julia :-))) Habe ich dich wieder!!!"

Beide Liebenden rannten aufeinander zu, umarmten sich. Jasmin leuchtete aus sich heraus. Sie überstrahlte alles mit ihrem Glanz.

Still ging der Tod davon. Zum erstenmal empfand er ein Gefühl der Zufriedenheit, seitdem es ihn überhaupt in dieser Form gab.

Die tote Ebene 02
nächste Seite