Arianne 57 - Die tote Ebene 02

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Die Liebe sieht ein einsames verlorenes Liebespaar in der toten Ebene und sie hilft ihnen zu überleben.


Die tote Ebene 03

Träume der Liebe 01

Die tote Ebene. Etwas hatte überlebt. Ganz tief drin, versteckt, zwischen den Abgründen der schwarzen Löcher. Unzugänglich von außen.

Ein kleiner Planet um eine Sonne, die noch strahlte. In einer Dunkelwolke, die den Blick auf das brennende Firmament versperrt hatte. Ein Blick, der tödlich gewesen wäre.

Eine Ansammlung aus massiven schwarzen Löchern hatte die Energie der kosmischen Explosionen geschluckt. Dabei waren sie gerade so angeordnet, dass sie nicht ineinander kollabierten und ein kleiner geschützter Raumbereich entstand.

Dort auf dem Planeten, ein Liebespärchen hatte sich gefunden. Die Liebe spürte es, so weit entfernt und doch ganz nah.

Was sollte sie tun?

Zunächst einmal besuchte sie die Weiße Frau. Beide schauten sich an, zunächst sehr ernst, aber dann lächelten sie sich an.

Sie verstanden sich ohne nur ein Wort miteinander gewechselt zu haben. Nicht einmal ein Gedanke war zwischen ihnen ausgetauscht worden.

Dann begann die Liebe zu träumen, und sie träumte sich dort hinein, in diese einsame Welt.

...

"Hallo Elysia. Schön dich zu sehen" :-)

"Ja, Heliayo, ich freue mich auch" :-)

Die beiden berührten sich sanft, umarmten sich, trennten sich wieder.

Ein weißes Etwas schwebte an ihnen vorbei. Das war normal in dieser Welt. Meistens schwebten sie auch einfach nur vorbei, doch dieses hier?

<< Ja, auch hallo >>

Elysia: "Hallo, Gespenst. Wir wollen keinen Ärger mit dir haben. Kannst du uns nicht einfach ignorieren?"

Gespenst: "Kann ich, kann ich nicht. Will ich nicht."

Heliayo: "Was hast du mit uns vor?"

Gespenst: "Ich will Respekt. Kniet nieder, beten um Gnade."

Elysia: "Wir haben ja keine andere Wahl."

Beide knieten nieder, baten das Gespenst um Gnade.

Gespenst: "Nein, das reicht nicht. Ich werde einen von euch entkörpern"

"Nein, bitte nicht. Wir mögen doch unser Leben so sehr und wir lieben uns, bitte, lass uns zusammen."

Gespenst: "Das zählt nicht. Mich hat auch keiner gefragt, als der Himmel brannte. Es soll sich wiederholen, immer und immer wieder. Spürt ihr nicht schon jetzt den Schmerz? Wen nehme ich denn da ..."

Eine Stimme aus dem Hintergrund: << Nimm doch mich >>

Das Gespenst wandte sich ab.

<< Jetzt werde ich aber zornig >>

Stimme: << Das zählt nicht >>

Gespenst: << >>

Ein weißer Nebel schwebte dort, manifestierte sich.

Elysia: Heliayo! Jetzt bist du ja doppelt hier.  Heliayo: Elysia 01 und Elysia 02!

Beide sahen etwas anderes in der Manifestation. Aber mit Merkwürdigkeiten war man hier ja bestens vertraut.

Stimme: << Na, Gespenst, was siehst du? >>

Gespenst: << >>

Stimme: << Dann verschwinde doch einfach. Ich lasse es nicht zu. >>

So hatte noch nie jemand mit dem Gespenst zu reden gewagt.

Es wurde weiß-rot. Na so was.

Dann näherte es sich der Gruppe aus den Zwillingspärchen, die gar nicht so eindeutig bestimmt war.
Die Zusammensetzung der Gruppe hing ja vom jeweiligen Beobachter ab.

Relativität einer Wirklichkeit.

Aber plötzlich ging es nicht mehr weiter. Da Gespenst driftete ab. Es konnte sich der Gruppe nicht weiter nähern.

Gespenst: << Was seid ihr für eine merkwürdige Gruppe. Ich sehe nur 2 von euch, aber 4 reden hier. Und anständig bewegen kann man sich hier auch nicht. Fluktuierende Raum-Zeit, igitt. Dabei sind Raum und Zeit doch verbrannt, na ja, bis auf diesen Rest hier  >>

<< Ich gehe erst einmal, aber ich werde wiederkommen. Euch vergesse ich nicht >>

Elysia: "Puh, da haben wir aber noch einmal Glück gehabt."

Stimme: << Ist das eure Wirklichkeit, Gespenster? >>

Heliayo: "Sie sind überall. Meistens lassen sie uns ja in Ruhe, aber manchmal, manchmal absorbieren sie uns. Wir wissen nie, ob wir den Abend des Tages noch erleben dürfen."

Elysia: "Ja, aber wir genießen jeden Moment. Sie lassen uns ja oft auch in Ruhe, vielleicht sehen sie etwas in uns, das sie selbst vermissen".

Heliayo: "Aber dann töten sie wieder. Völlig willkürlich. Wir können uns nicht wehren. Wir können uns auch nicht verstecken. Sie kennen unsere Gedanken."

Stimme: << Puh, das ist hart. Ihr seid ganz schön gebeutelt. Wie lange geht das schon so? >>

Elysia: "Seid wir denken können. Wir haben keine Geschichte, wir leben nur in der Gegenwart."

Heliayo: "Lasst uns nach Hause gehen. Es wird allmählich dunkel. Vielleicht lassen sie uns für heute in Ruhe."

So gingen sie dann nach Hause, Elysia und Heliayo. Und ihr Zwillingspärchen nahmen sie gleich mit.

Die tote Ebene 03
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