Arianne 67

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Alphatos und Arianne

Alphatos bemühte sich zu Fuß, um Arianne zu empfangen.

Sein Thronsessel stand leer im Zentrum der großen Halle.

Alphatos: << Arianne, ich kenne deinen Namen als eine Legende. In ferner Vergangenheit, der Lobgesang der Sternensirenen. In den Fantasiewelten der Sternensucher wirst du dargestelt. Als feuerrote Wesenheit hinter der Existenz, ein Wesen der Unendlichkeit, kein Raum und keine Zeit ist eine Grenze für dich >>

Arianne: << Das mit der Unendlichkeit ist nicht verkehrt und ja, ich bin Arianne in Person, nicht nur eine Legende, Wirklichkeit. Ich bin das Wesen der Existenz >>

Alphatos: << Das Wesen der Existenz. Das hatte ich bisher für mich in Anspruch genommen. Nur meine Welt ist nicht unendlich, mein aktiver Bereich umfasst gerade mal 20 Milliarden Lichtjahre, dahinter ist nur das endlose Nichts >>

Arianne: << Endlos, ja, es ist der Zeitstrom, in den dein Universum eingebettet ist. Aber dein Universum ist nicht das einzige. Es ist nur ein bisschen einsam, ein verloren gegangener Spark einer Janine, in einem Bereich, der noch gar nicht erschlossen ist. Siehe, Wesenheit, mein Schriftführer, hat ein eigenes Universum, einige hundert Milliarden Lichtjahre entfernt >>

Alphatos: << Sei gegrüßt, Wesenheit. Oh ich vergaß, sei gegrüßt Arianne. Ich fühle mich sehr geehrt, dass du meinem Universum einen Besuch abgestattet hast >>

Arianne: << Ja, dieses jüngste Gericht. Es ist nicht ganz im Einklang mit meinen Vorstellungen. Aus der Sicht der Unendlichkeit gibt es noch Entwicklungspotentiale, man muss sie nur ein bisschen in die Wege leiten. Für diese Welt reicht es schon, wenn wir uns ihr offenbaren. Das gibt den fehlenden Anstoß. Den ganzen Müll, den sie produziert haben, es ist immer noch möglich ihn zu beseitigen. >>

Alphatos: << Aus meiner Sicht ist die Entwicklung auf diesem Planeten gescheitert. >>

Arianne: << Das verstehe ich. Nur, als Wesen der Unendlichkeit kenne ich alle möglichen Wege und das Ende ist nur einer davon. Es wäre schade um diese Welt, sie jetzt einfach zu beenden. Du solltest wissen, ich durchlebe in mir jedes einzelne Individuum dieses Planeten, es ist nicht nur eine distanzierte Sichtweise, das Leben ist ein Teil von mir. Die Interferenzen aus allem bedingen meine Einschätzung der Lage >>

Alphatos: << Und welche Rolle spiele ich darin? >>

Arianne: << Du solltest als Mentor dieser Spezies agieren. Sie sind so fürchterlich hilflos, wenn etwas ihren Begriffshorizont überschreitet. Spiele ein wenig Schicksal, dass ihre Anstrengungen Erfolge zeigen. Sie brauchen gar nicht zu wissen, dass du ihnen hilfst. Alleine schaffen sie es nicht. Wenn du es nicht willst, dann werde ich es selbst tun >>

Alphatos: << Dann greifen wir ein in die Naturgesetze >>

Arianne: << Die sind von mir, mach dir darum keine Gedanken. Als unendliches Wesen kenne ich alle potentiellen Konsequenzen und dies ist meine Existenz. Ich habe den Willen es weiterzuführen >>

Alphatos: << Dem kann ich nichts hinzufügen. Ich werde versuche in deinem Sinne zu agieren >>

Arianne: << Danke :-)). Ich mag es nicht, Dinge mit Gewalt durchsetzen zu müssen, weil das wirklich ernsthafte Konsequenzen haben kann. Auch für mich. Damit die Existenz nicht instabil wird, muss ich manchmal sehr viel Leid in mich aufnehmen, vor allem auch alles, was ich verhindert habe. Glaube mir, das kann ganz schön weh tun >>

Alphatos: << Arianne, ich danke dir für deine Ehrlichkeit und für dein Vertrauen >>
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