Arianne 78

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Studentin 02

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Eine Janine und ihr Zeitwesen.

So unpersönlich?

Nein, Andrea und Claudia. So wird es dann persönlicher :-).

Beide zusammen auf "Bildungsurlaub". So saßen sie nun im Cafe der Bibliothek.

Beide mit körperlangen Haaren, ein Blickfang, den es so oft nicht gab. Beide wunderschön, sehr jugendlich, fast noch zu jung für Studentinnen. Sah man ihnen allerdings direkt in die Augen, es war so als würde man in die Unendlichkeit schauen.

Auch die Art wie sie sich bewegten, einzigartig und nicht kopierbar. Selbstbewusst, elegant, aber auch distanziert. Es war eine Freude ihnen zuzuschauen.

Daran hatten sie sich inzwischen gewöhnt.

Sie wirkten ein wenig überlegen, distanziert, aber nicht arrogant. Eine schwer zu erzeugende Mischung. Wenn sie jemand anmachen wollte, ein einziger Blick genügte, und sie hatten wieder ihre Ruhe.

Bis auf die Unverbesserlichen.

Na ja, bisher hatte sich noch keiner gefunden, der ihnen gewachsen war. Nicht in der Sprache und körperlich? Einmal wollte Andrea jemand packen, Claudia tippte ihn ganz leicht an die Seite und er flog geradezu 3 Meter weit weg. Geheimnisvolle Kräfte.

Es geschah ihm nichts. Seine Lektion hatte er gelernt.

Geheimnisvolle Kräfte? Die ewigen Neider. Ob es sich bei den beiden um Hexen handelte?

Hexen, was war dies nur für ein Jahrhundert?

Raumschiffe gab es ja schon, sogar extragalaktischen Verkehr. Nur parapsychische Fähgikeit hatten sich nirgendwo durchgesetzt. War es da ein Wunder, dass der alte Aberglaube wieder hervorkam?

Normal war das ja nicht, die beiden. Ein Liebespärchen? Und dann auch noch gleichgeschlechtlich? Das geht aber überhaupt nicht.

Ja, des Volkes Meinung. Aufgeklärtes Volk, mit einem Wissen, dass es ihnen ermöglichte nach den Sternen zu greifen. Und mit einer Emotionalität, die zum Teil im Mittelalter beheimatet war.

Sie waren schon sehr wundergläubig, diese Menschen, Und Schriften hatten sie auch, wie man mit dunklen Mächten zu verfahren hatte. * seufz*. Wie hatte es dieses Volk nur geschafft, zu so hervorragenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen?

Na ja, es kam darauf an. Für die einen war die Wissenschaft eine Ausgeburt des Teufels, für andere eine Bereicherung ihres Bewusstseins.

Hexen. Das wollten die beiden genauer kennenlernen. So begaben sie sich auf eine Reise durch die Zeit.

...


Man hatte sie zusammengebunden, die 5 Hexen, mit Stricken, festgezerrt an einem Symbol Gottes. Das sollte ihre geheimnisvollen Kräfte ausschalten. Heute sollten sie verbrannt werden.

Es waren nicht alle Bewohner des Dorfes erschienen, es gab doch einen Teil, der dieses Schauspiel verabscheute.
Was sich am Ende durchsetzen würde, nur die Zeit wusste es.

Das Volk sammelte sich bereits um den Scheiterhaufen.

Was waren das für Wesen? Junge Frauen mit Tränen in den Augen. Was hatten sie getan?
Sie wurden der Hexerei bezichtet und dafür gab es nur die Todesstrafe.

Hexerei, Zeugen?

Das Haus des Zunftmeisters war abgebrannt und der Bürgermeister sah einen großen schwarzen Vogel sich vom Haus entfernen, in dem die jungen Frauen wohnten. Das reichte. Sie waren ohnehin viel zu schön für das gewöhnliche Leben. Sie konnten einfach nur verdorben sein. Im Hause Gottes hatte man sie auch noch nie gesehen.

Sie wollten doch nur ein wenig frei sein, das Leben lieben und genießen.

Diese langen offenen Haare, ein Sündenpool. Es machte die Gedanken der Männer verrückt. Dann auch noch rote Haare. Die anständige Frau dieser Zeit trug ihre Haare zusammengebunden, verbarg sie vor den Blicken der anderen. Sie war arbeitsam und enthielt sich den weltlichen Gelüsten.

Na ja, das galt nicht für alle, wohl aber für die kleinen Leute. Und von denen hatte sich eine Menge versammelt. Sie wollten sehen, was passierte, wenn man sich nicht an die Regeln hielt.

Der Fackelmeister näherte sich dem Scheiterhaufen, hielt die Fackel an das trockene Holz und ... ? Die Fakel ging aus.

Hexenmeisterei!!! Natürlich waren die Hexen schuld daran.

Ein neuer Versuch, das gleiche Ergebnis. Und noch 520 weitere Versuche, das Holz in Brand zu setzen.
Ja, geduldig waren sie ja, die Menschen dieser Zeit.

Ratlosigkeit. Wo sollte man das Feuer hernehmen?

Der Bürgermeister rief nach den Bogenschützen. Man wollte die Hexen mit Pfeilen durchbohren, dadurch würde vielleicht ihre Kraft erlischen.

20 Bogenschützen, simmultan schossen sie ihre Pfeile ab. Und die Pfeile? Wo waren die Pfeile geblieben? Niemand hatte sie verschwinden sehen und doch waren sie nicht mehr da. Merkwürdig, seltsam, Ratlosigkeit.

Ein Bewaffneter hob sein Schwert, bewegte sich auf den Scheiterhaufen zu und befand sich plötzlich auf der anderen Seite, als wäre er darüber hinweggesprungen.

Das Volk gaffte nur. So ein Schauspiel hatte man noch nie gesehen.

Den Hexen entging dies alles, vor lauter Tränen in den Augen.

Was da nicht ein Tuch, das ihnen die Tränen aus den Augen wischte? Merkwürdig, da war etwas und doch war da nichts.
Nur die Augen waren nun trocken. Die Fesseln lösten sich, plötzlich waren die 5 Hexen frei. Sie wagten es aber nicht, davonzulaufen, zu viel Volk stand um den Scheiterhaufen herum.

Dann, direkt vor dem Scheiterhaufen wurden plötzlich 2 überirdische Schönheiten sichbar. Sie sahen aus wie Teenager mit körperlangen Haaren.

...

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