Arianne 83 - Teufel 04

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Der Teufel 04

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Eine Janine zum Besuch beim Teufel.

"Ich möchte das diabolische Netzwerk kennenlernen. Ich brauche dieses Wissen für meine Aufgabe, das Leben zu verbreiten und es spirituell zu begleiten."

Teufel: "Ohmnmmh. Du musst das Leben nicht spirituell begleiten, das ist gar nicht so sehr erwünscht. Die Wächter der Naturgesetze mögen das nicht."

Janine: "Wenn ich das nicht darf, will ich auch keine Janine sein."

Teufel: "Konsequent bist du ja. Na ja, du musst dich dann rechtfertigen, wenn du dort etwas veränderst. Aber vielleicht eher vor Jasmin. Schließlich müssen die Hierarchiestufen ja eingehalten werden *diabolisch grins*. Sie wird dir deinen Weg zeigen."

Janine: "Gut, also Jasmin. Aber sie kann mir das diabolische Netzwerk nicht zeigen."

Teufel: << Sie will sich davon nicht abbringen lassen >>

Teufel: "Ich kann dich da nicht alleine reinlassen. Sie würden dich zerfetzen, die Teufel, Dämonen, Gespenster und was da sonst noch so alles vorhanden ist. Dort gibt es richtig böse Gestalten, du weißt ja vielleicht, die Priester können viel fanatischer und extremer sein als der Papst *über den Vergleich grinsen muss*. Es liegt auch am mangelnden Überblick, sie begreifen nicht alles. Daher nehmen sie das Böse an sich absolut wichtig.

Und die Wege sind sehr grausam für dich. Von einem Platz der Vernichtung zum nächsten. Das diabolische Netzwerk widerlegt die Existenz. Du könntest jeden Glauben an die Zukunft verlieren und in tiefe Depression verfallen, vielleicht sogar sterben. Wie soll ich das gegenüber Arianne verantworten?"

Janine: "Du hast eine Verantwortung gegenüber Arianne? Ich denke, du willst sie gerade widerlegen?"

Teufel: "Mmmh, ja. Du weißt nicht wie wichtig du bist. Wenn du stirbst verliert Arianne eine wesentliche Triebkraft des Lebens. Das könnte die Ebene vernichten. Vielleicht ist das mein Ziel, aber ich will es nicht. Das ist nun mal mein Widerspruch. Widersprüche, die alle höheren kosmischen Wesen in sich tragen. Bis auf euch, Janines sind grundsätzlich positiv."

Janine: "Nur positiv? Ich will nichts böses, nur verstehen, begreifen, das Leben verbreiten. Ich bin eine Quelle, ich weiß. Und ich muss auf der Hut sein, da ich auch eine Gejagte bin."

Teufel: "Du weißt gar nicht, wer dich alles beschützt. Nur im diabolischen Netzwerk, dort liegt die ganze Verantwortung bei mir."

Janine: "Als Teufel redest du aber viel von Verantwortung."

Teufel: "Nun ja, ich bin auch Analytiker, Wissenschaftler. Meine Ergebnisse können hilfreich sein für die Existenz. Das alles verlieren, ich möchte es nicht. Ich bin kein Repräsentant der Null, wie die Hypermonster."

Janine: "Lass es uns machen. Ein Teil von mir will dieses Wissen. Ich denke nicht, dass ich labil bin. Aber jemand, der nur das Positive begreift, kann er die Probleme der Welt verstehen?"

Teufel: "Du willst sehr viel. Die Ansprüche, die du an dich selbst stellst. Nur Arianne umfasst alles, das Gute, Böse, Glück, das Leiden der Existenz. Jedes andere kosmische Wesen kann nur einen Teil davon begreifen."

Janine: "Das ist richtig. Aber das, was ich weiß, es ist zu wenig. So kann ich nicht in einer Weise helfen, wie ich es gerne möchte."

Teufel: "Und deine Verantwortung gegenüber Arianne, der Existenz?"

Janine: "Das Argument wirkt schwer. Bist du sicher, dass das Risiko so groß ist?"

Teufel: "Ja, es ist so groß. Wir sollten es nicht eingehen.

Janine, wenn du die Leiden des diabolischen Neztwerks begreifst, dann nimmst du sie auch in dich auf, so wie Arianne es tut. Es kann dich innerlich verbrennen, du hast nicht dieses unendlichdimensionale Volumen der Arianne. Für Arianne ist es "nur" eine Hyperebene, die brennt."

Janine: "Und du, wie wirst du damit fertig?"

Teufel: "Ich bin der Teufel, ich leide dabei nicht mit. Dafür habe ich aber auch keine Impulse in mir, die sich nach Liebe sehnen. Glück kenne ich nicht. Ich sehe die Dinge als Reaktion, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen, aber von der anderen Seite. Es gibt mir Befriedigung, wenn ein Unhold seinen Preis zahlen muss."

Janine: "Ich glaube, ich verstehe dich. Aber dann muss ich als unendliches Wesen beschränkt bleiben. Wie soll ich  Entwicklungen einleiten, die ins Unendliche reichen sollen? Nein, das mache ich nicht. Ich will dann keine Janine mehr sein. Ich lebe dann lieber als gewöhnliches kleines Wesen der Existenz, ohne diese große Verantwortung. Auch dann kann ich wissenschaftlich tätig sein"

Teufel: "Das ist im Prinzip möglich. Jasmin kann dir dabei helfen."

Janine: "Aber wenn ich keine Janine mehr bin, darf ich dann das diabolische Netzwerk kennen lernen, ohne von ihm geschluckt zu werden?"

Teufel: "Du bist schon faszinierend. Eine Janine, die ihren Status aufgibt, damit sie ihre Ziele weiter verfolgen kann."

Janine: "Ich werde versuchen, Jasmin zu finden. Wenn ich keine Janine mehr bin, meldest du dich dann bei mir? Ich habe dann nicht mehr die Möglichkeiten, dich zu finden."

Teufel: "Ein Wesen der Existenz, das um meinen Besuch bittet, ohne dem diabolischen Netwerk verfallen zu sein. Gut, ich werde mich bei dir melden."

...

Teufel: "Du bist jetzt keine Janine mehr, aber du hast deine paraphysischen Fähigkeiten noch. Gewaltige Fähigkeiten, die sonst nur eine Janine hat. Und du bist immer noch ein unendliches Wesen.  Ich staune, dass dies bei den Wächtern durchgegangen ist. Nur der Bezug zur Quelle ist nicht da, die Nabelschnur zum Leben. Damit stehst du nicht mehr unter dem Schutz höherer kosmischer Wesen. Du bist damit auch eine Hexe, eher eine Superhexe. Ich könnte dich einfach schlucken, soll ich *diabolisch grins*"

Janine: "Nein, bitte nicht. Ich bin nur neugierig."

Teufel: "Du kennst mein Wesen gar nicht und lieferst dich mir einfach so aus?"

Janine: "Wenn all die anderen höheren Wesen sich von mir zurückgezogen haben, dann habe ich keine Chance mehr. Ich hoffe es ist nicht so. Ich glaube an die Existenz."

Teufel: "Nun gut, das will ich gar nicht ausprobieren. Ich bin ja selber neugierig, wie du mit der Hölle zurecht kommst. Aber wenn du dort stirbst, dann gehörst du mir. Das ist der Preis, den du zahlen musst."

Janine: "Den ich nicht zahlen will. Ich will leben und ich will verstehen. Damit ich die Dinge auch verändern kann."

Teufel: "Ich frage mich, wer hier der Wolf im Schafspelz ist. Nun gut. Suchen wir uns einen Eingang in die Hölle."

...

Das Tor zur Hölle. Eingang ins diabolische Netzwerk.

Teufel: "Nun sind wir da. Ich gehe voran, sonst würdest du die ersten Schritte schon gar nicht überleben. Wenn es dir ganz schlecht geht, entscheide, ob du abbrechen willst. Ich bringe dich dann wieder hinaus. Ohne diese Vereinbarung ist das der sichere Tod für dich."

Plötzlich ein Rauschen und dann, eine Stimme aus dem Hintergrund.

"Halt, ihr wollt doch wohl nicht ohne mich dort hineingehen."

Teufel: << >>

Janine: "?"

"Ich werde euch begleiten."

Teufel: "Wer bist du, dass du dich in die Hölle hineintrauen darfst?"

"Arianne"

Damit hatte er nicht gerechnet.

Teufel: "Uoouuuuuuu. Arianne, die mich immer nur ignoriert, als wenn es mich nicht gäbe. Bis auf diesen Hauch von Ewigkeit, damals, als ich meine kleine nicht konforme Fairy hinausbrachte und die kleine Hexe vor dem Verbrennen rettete. Arianne, das ist auch für mich eine mehr als großartige Begegnung. "

Der Teufel verbeugte sich tief. Dass er so etwas konnte.

Arianne: "Teufel, du gehst voraus, dann kommt Janine und dann ich. Ich halte mich im Hintergrund, nur, wenn es Janine sehr schlecht geht, greife ich sie mir. Oder wenn deine Wesenheiten keinen Respekt vor dir haben sollten."

Teufel: "Ja, das kommt schon mal vor. Halbwesen, die das absolut Böse verköpern und Respekt, es schließt sich wohl irgendwie aus. Ich mache dann Hackbraten aus ihnen."

Janine: "Arianne. Du bist die Arianne der Existenz?"

Arianne: "Ja, die bin ich. Ich will dich nicht verlieren. Seufz, Elena, wenn man eins nicht darf, sich dem Teufel anvertrauen."

Teufel: "Danke."

Arianne: "Ich weiß, du willst ihr nicht schaden. Aber es ist zu gefährlich. Wenn sie an die Grenzen ihrer Möglichkeit gerät werde ich einfach mit ihr verschwinden. Sie kann das ganze Leiden nicht in sich aufnehmen. Für sie ist das zu viel, ich kann es. Wir können es so handhaben, denn sie ist ein Teil von mir"
...

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