Arianne 85

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Erotika und die Muse kümmern sich um eine Gruppe gefangener langhaariger Hippies.


Hippie Dreams

Eine sehr militärisch orientierte Gesellschaftsordnung und sehr sexfeindlich in ihren Anschauungen. Na ja, zumindest für die Öffentlichkeit außerhalb der Paläste. Was sich dort drinnen abspielte, es blieb verborgen. Es gab niemanden, der etwas nach draußen hätte tragen können.

Dennoch gab es Menschen, die ihre Körperlichkeit liebten. Sie suchten die seelisch körperliche Liebe und fanden sie auch. Es war eine Art von Religion. Sie liebten ihre Körper und betrachteten sie als heilig, als das Paradies, an dem sie Anteil haben durften.

Sie passten nicht in das Konzept des Soldatenwesens, der strengen Enthaltsamkeit, Strenge gegen die eigenen Bedürfnisse, Leben nach den Geboten des soldatischen Heldentums. Man nannte sie Gefühlsmenschen, da sie ihre Gefühle ausleben wollten. Ihre Lebensart wurde streng verboten. Kam es heraus, wurden sie mit dem Tode bestraft.

32 junge Menschen hatten sie gefangen. 15 Liebespärchen und zwei Singles, ein Mann und eine Frau. Langhaarige, der freien Liebe verfallenden Gefühlsmenschen. Kein Respekt vor der Obrigkeit und vor Gott. Nein, man würde sie den wilden Tieren zum Fraß vorwerfen. Sie brachten ja das ganze System durcheinander.

Dabei versteckten sie sich nur, versuchten ihr Leben zu leben.

Aber im Alltag, irgendwie verrieten sie sich doch. Vor allem, wenn die langen Haare zum Vorschein kamen. Meistens unbeabsichtigt.



Viele Gefühlsmenschen waren daher auch bereits kurzhaaarig. Ein wenig veränderten sie die Gesellschaft bereits.

Am Abend vor dem großen Ereignis. Ein Oberwärter mit einer Peitsche betrat den Gefangenraum. Er wollte sie erst einmal richtig durchpeitschen, damit sie in ihrer letzten Nacht die Wunden und Schmerzen spürten und nicht anfingen, sich in liebevoller Umarmung wohl zu fühlen.

Schließlich waren sie nicht zu ihrem eigenen Vergnügen hier.

In seiner Begleitung 5 Hochheilige. Sie sollten den Gefangen die Kleider vom Leib reißen. Damit man die Striemen der Peitschenhiebe auch ganz deutlich sehen konnte.

Eng zusammengekauert, voller Angst hockten sie da. Nein, Liebe brauchte auch eine Vorstellung davon, dass es weitergehen würde. Wenn sie so voller Angst zusammenhockten, verstärkten sie diese Gefühle nur.

Eine von ihnen erhob sich, kam auf ihn zu.

Das war schon ungewöhnlich. Sonst waren sie vor lauter Angst zu nichts fähig.

Ausgerechnet die Single. Ihre Haare hatte sie in einen Knoten zusammengebunden. Die anderen hockten pärchenweise beieinander, mit offenen langen Haaren. Männer und Frauen konnte man gar nicht mehr auseinanderhalten, vor lauter Haaren.

Nein, es wurde Zeit für den Barbier. Wo steckte der nur?

Ach ja, da war er ja schon.

Die Frau sprach ihn an.

"Nimm doch sanft, was du mit Gewalt niemals erreichen kannst."

SIE öffnete ihre Kleidung, stand nackt vor ihm. Dann öffnete sie ihren Haarknoten, lange wallende Haare umrahmten ihren Körper.

Er vergaß seine ganzen Absichten, schickte die anderen 6 wieder hinaus.

Gedanken kamen ihm in den Sinn: sechs, sex, irgendetwas verwirrte ihn. 666, das Zeichen des Teufels.
Warum kam ihm das gerade jetzt in den Sinn? Ach ja, da war etwas verbotenes dabei. Aber wenn es keiner sah?

Die Hochheiligen wollten nicht gehen, aber eine Drohung mit dem Schwert reichte aus. Nicht umsonst war er Großmeister der berühmten Ranglistenkämpfe. Er hatte bis zum 8. Rangersten gebracht!

"Du Gottloser, wir werden dich richten."

Lass sie doch reden.

Der Barbier war immer noch da. "HINAUS!" Dass der sich überhaupt so schnell bewegen konnte.

SIE öffnete seinen Umhang, zog ihn aus. Dann ging sie mit ihm in eine Ecke ...

Die anderen, sie wagten kaum zu atmen, so viel Angst hatten sie. Nun war SIE aber plötzlich doppelt vorhanden. SIE 2 setzte sich zu ihnen.

Und SIE offenbarte sich.

"Hallo, ihr Lieben, habt keine Angst. Ihr wisst ja schon, ich bin so etwas wie eine Hexe. Keine Angst, mit dem Teufel hat das nichts zu tun. Ich werde jetzt ein wenig zaubern. Wir alle wechseln die Umgebung. Dort kann uns niemand finden und wir können unser Bedürfnis nach Liebe ohne Angst frei entfalten."

So geschah es. Eine grüne Wiese. Und schöne breite Betten standen dort. Betten auf einer Wiese? Sie luden richtig ein, sich dort hineinzulegen. Man konnte sie zusammenschieben, dann war es ein einziges riesiges großes Bett. Sollten sie jetzt hier schlafen?

"Wie hast du das gemacht?"

SIE: "Ich bin ein kosmisches Wesen. Etwas, dass ihr jetzt noch gar nicht begreifen könnt. Viel mehr als dieser Gott des Imperators, der nur in der Vorstellung existiert. Nehmt es einfach hin. Ohne dass ihr es verstehen könnt, für euch bin ich der Wassermann.

Ich liebe eure Körperlichkeit, so wie ihr es tut. Daher bin ich zu euch gekommen. Kommt, geben wir uns der Liebe hin. Dazu brauchen wir nicht so viele Worte.

Seht dort, eine Kiste voller Körperschmuck. Nur die edelsten Schmuckstücke sind darunter. Bitte nehmt sie euch. Sie sind sie ein Nichts gegen die Schönheit eurer Körper. Aber es ist so ein wundervolles Gefühl, wenn man einen diamantenen Reif über die nackten Arme schieben kann.

Sie schauten SIE an. Keiner sagte etwas. Das brachte die Betten in ein etwas anderes Licht. Irgendwie durchströmte sie Freude, wenn sie daran dachten, was ihnen bevorstand.
SIE ging auf den andere Single zu, küßte ihn direkt auf den Mund. Dann trug sie ihn sanft in eines der Betten, zog ihn langsam aus...

Ein weiteres kosmisches Wesen hatte sich eingefunden.

Die Muse. Sie spielte ein Lied.

"Good morning starshine".

Liebe ohne Drogen, zärtliche Gefühle, das Leben dort spüren, wo es entsteht. So viel Glück.

Nun hatten sich alle gefunden. Nur die Muse, sie saß an ihrem Instrument. Ein multidimensionales Instrument, mit dem sie alle bekannten Instrumente darstellen konnte. Und das gleichzeitig.
Ein ganzes Orchester dröhnte durch den Raum. Und die anderen?

Eine kleine Hippie-Kommune, Ja, so sahen sie aus, mit ihren langen Haaren, die Nacktheit bedeckt mit Körperschmuck. Angreifbar, verletzbar. Und doch hatten sie sich in sich selbst gefunden. Ein Hauch von Ewigkeit in kleinen zerbrechlichen Körpern. Sie hatten Anteil daran.

Die Muse spielte die Musik.

"Walking in Space."

Und sie konnten ihn sehen. Den Weltraum, Galaxien, Universen. Alles voller Farben und Licht. "Rot, blau und weiß".

"The flesh failure?" Nein, sie würden nicht scheitern. Sie wurden von höheren kosmischen Wesen beschützt.

Und die Muse? "Was ist mit mir?"

SIE: "Du bist nicht körperlich. Wie willst du dann körperliche Liebe verwirklichen?"

Muse: "Ich bin was ich bin *grins". Ich habe der Liebe einst ein Konzert gegeben. Dafür hat sie mir ein rotes Armband geschenkt und nun bin ich körperlich."

SIE: "Okay, akzeptiert, komm, leg dich zu uns" ...

Liebe mit kosmischen Wesen. Wenn der eigene Gott genau das darstellt, was man am liebsten mag, und wenn das die Liebe zum eigenen Körper ist. Es war körperliche Liebe und doch auch gleichzeitg hypertranszendent. Liebe mit Wesen der Unendlichkeit. Diese Erfahrung würde niemand von ihnen jemals wieder vergessen. Und dies in einer Zeit, wo Liebe zur Körperlichkeit mit dem Tode bestraft wurde.
...

Nach langer Zeit.

"Wir müssen wieder zurück, sonst hat der Verlauf der Welt, aus der ihr stammt, ein Loch. Aber habt keine Angst, wir beschützen euch. Wir lieben euch doch so sehr."

"Wir?"

"Die Muse und ich."

Wieder zurück im Kerker.

SIE lies ihnen die Erinnerung. Sie hatten so viel schönes erlebt, dass sie jetzt verarbeiten mussten. Würde SIE ihnen auch helfen, wenn es um ihr Leben ging?

"Habt keine Angst. Euch geschieht nichts. Ich bin eure Göttin der Körperlichkeit. Eher gerät diese Welt aus den Fugen."

Nun waren sie 33, die Muse war auch dabei. Ob das jemand merkte?

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