Arianne 85a

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Erotika teilt ihre Liebe mit den Menschen.
Wilde Tiere sollen die Hippies in einer Arena zerfleischen, doch es kommt anders.


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Hippie dreams 02 - Erotica

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Während ihrer Abwesenheit musste die Zeit eingefroren gewesen sein.
Nichts hatte sich verändert.

SIE verschmolz mit ihrem anderen Wesen und widmete sich wieder dem Oberwärter.

Der sagte gar nichts mehr. Er war ihr restlos verfallen.

SIE winkte die anderen zu sich.

Lasst uns die anderen Wärter daran teilhaben. Zeigen wir ihnen, dass es auch noch etwas anderes gibt.

Nein, die Hochheiligen mag der Teufel holen.

...

"Haben wir uns damit nicht zu Huren gemacht? Was ist mit unserer Ehre?"

"Weißt du, ich stehe so weit über den Dingen, dass mich solche Anschauungen nicht mehr berühren. Ich habe nur seine sanften Seiten aktiviert und ihm etwas gegeben, dass er nie wieder vergessen wird. Ich habe euch darin eingebunden, damit sie sich nicht nur an mich erinnern. Ich denke, bis zum Mittag haben wir erst einmal Ruhe.

Ehre, das ist für die Soldaten wichtig. Ihr kennt die körperlich seelische Liebe von ihrer schönsten Seite. Die anderen kannten sie überhaupt nicht. Indem ihr das ein wenig hinausgetragen habt, verändert ihr auch die Gesellschaft."

Einer der Wach-Offiziere schaute durch die Gitter in den Käfig.

"Was ist denn das? Sie sehen ja alle völlig unversehrt aus. Oberwärter! Und der ganze Schmuck, der an ihnen hängt. War das vielleicht eine Party heute Nacht? Die brauchen keinen Schmuck mehr. Einsammeln. Wenn ich in einer Stunde wiederkomme, hast du deine Arbeit gemacht, sonst kannst du dich gleich dazubegeben."

Der Oberwärter und seine 5 Unterwärter. Sie betraten den Raum wieder. Ohne Peitsche, dafür mit Pinsel und Farbtöpfen.

"Wir  müssen euch ein wenig anmalen. Nein, euch wehtun, das können wir einfach nicht mehr. Eher lassen wir uns selbst zerreißen."

Bitte legt euren Schmuck ab.

Sie bespritzten sie mit der roten Farbe, malten Striemen auf die Haut. Es stank bitter.

"Der Gestank, er wird die wilden Tiere von euch fernhalten. Die Farbe ist aber nicht schädlich für die Haut. Die Tiere, sie spüren den Geruch von faulem Fleisch. Das wird einiges durcheinander bringen, in der Arena. Mal sehen, was wir sonst noch für euch tun können."

...

In der Arena. Die Tiere wichen vor ihren Opfern zurück, rannten ziellos umher.

Die Menge tobte. So etwas hatten sie noch nie gesehen.

Mehrer Bewaffnete hoben ihre Schwerter, aber sie waren recht unbeweglich, gegenüber den Nackten.
Sie schafften es nicht, machten sich lächerlich. Schwerbewaffnete Soldaten, die Nackte jagten und sie nicht fangen konnten.

Oh, wieviel Wert legte das Militär doch auf seine Autorität und wie armsehlich sah das aus, in der Arena.

Plötzlich kippte die Stimmung um. Die Menge sympathisierte mit den Gejagten.

Dann hatte es einer der Jäger fast geschafft, erhob sein Schwert zu einem tödlichen Schlag.. Ein Speer durchbohrte ihn.

"Wer hat den Speer geworfen?"

Die Menge geriet außer sich. Ordnungskräfte versuchten sie mit Peitschen zurückzudrängen. Das hätten sie nicht tun sollen. Nun richtete sich der Zorn der Masse gegen sie.

Sie wurden gepackt, durch die Arena gereicht und dort hineingeworfen.

Vor denen wichen die wilden Tiere nicht zurück.

Das gefiel der Masse.

Eine Revolution. Das machte noch viel mehr Spaß.

SIE hatte noch nicht einmal eingreifen müssen.

Die 30 Nackten in der Arena, keiner kümmerte sich mehr um sie.

Arme streckten sich ihnen vom Rand der Arena entgegen. Plötzlich wollte die Menge ihnen helfen. Sie vor den Tieren und den Bewaffneten in Sicherheit bringen. Das machte einfach mehr Spaß, als immer nur die zerfetzten und blutenden Leichen sehen zu müssen.

Einige Bewaffnete versuchten das zu verhindern. Wurfgeschosse hielten sie fern.

Dann verschwanden die Nackten in der Menge. Sie schützte sie.

...

Ein Aufgebot von Soldaten. Etwa 500 waren in die Arena einmarschiert. 120000 Zuchauer saßen still auf ihren Plätzen.
Die Nackten sah man nicht.

Eine Arena, die so still war?

"Gebt sie heraus."

Keine Reaktion.

Bogenschützen und Speerwerfer gingen in Stellung. Ein Raunen.
Wenn es jetzt zu einer Massenpanik kam?

Sie schossen tatsächlich in die Menge.

2000 Wurfgeschosse kamen als Antwort. Die Barrieren brachen, die Menge strömte auf den Platz.

Wer nur konnte lief davon.

Fliehende Soldaten, so etwas hatte man noch nie gesehen. Dass dies überhaupt möglich war.

Der Schrei nach Revolution wurde immer lauter. Die Menge strömte nach draußen.

Zurück blieben etwa 500, die irgendetwas versteckt hielten.

...

"Danke für eure Hilfe."

"Ach, so gefallt ihr uns viel besser. Ein zerfetzter Fleischklumpen ist gar nicht so ansehnlich. Ihr seid richtig schöne Menschen."

Die rote Farbe, die Gefühlsmenschen bluteten gar nicht. Die Umstehenden mussten lächeln.

Vorsichtig berührte man sie.

Man hatte so eine Vorstellung von Gefühlsmenschen, aber plötzlich verhielten sich die Umstehenden ganz anders, als ihnen beigebracht wurde. Sie streichelten die Nackten.

Vielleicht, weil sie jetzt keine Angst mehr vor Strafe hatten?

Die rote Farbe, einige hatten es jetzt an den Händen.
"Es ist so schön, dass ihr unversehrt seid."

Wieviel Liebe ihnen plötzlich entgegengebracht wurde.

Wo das nur herkam? Merkwürdig.

"Wir hatten noch nie die Ehre, mit den Akteuren selbst sprechen zu können und sie berühren zu dürfen."

War das nun Zynismus? Aber nein, die dachten einfach so.

"Was habt ihr jetzt mit uns vor."

"Wir lassen euch gehen, wenn die Gefahr vorbei ist. Aber ihr braucht was zum Anziehen"

Die Umstehenden opferten so einige Kleidungsstücke.

"Eure Haare, versteckt sie besser in der Kleidung. Nein, abschneiden, das muss nicht sein."

Viele strömten zurück ins Stadion. Sie wollten die Gefühlsmenschen sehen, die jetzt Kultstatus erreicht hatten.

Die Muse trat in die Arena, nackt wie sie war, nur von ihren Haaren bedeckt. Eine Lady Godiva.

Ein Nebel tauchte auf. Man sah nichts mehr. Als sich der Nebel verzog, sah man dort Musikinstrumente. Irgendwie sehr futuristisch aussehend.
Dann begann das Konzert ...

Die Musik erreichte die Menschen in ihren Herzen.

So enthusiastisch war die Menge lange nicht mehr gewesen. Wie billig war alles andere dagegen.

Das Militär hielt sich zurück. Es waren einfach schon zu viele von der ganzen Sache betroffen.

...

SIE war selbst etwas überrascht über den Verlauf der Dinge. Dass sie gar nicht eingreifen musste. Obwohl, sie hatte ja eingegriffen. Allerdings in einer Weise, in der sie ihre Macht gar nicht einsetzen musste.

So geschah es öfter. Sprach das nicht für ihre Intelligenz? *grins*

Obwohl, es hatte Tote gegeben.

Wer war sie nun?

Ein Wesen der vierten Stufe der Unendlichkeit.

Manche nannten sie die Hure. Das waren Wesen, die ihr nicht so sehr zugetan waren. Mit denen wollte sie auch nichts zu tun haben.

Die anderen nannten sie EROTICA.

...

Erotica

Erotica versuchte das diabolische Netzwerk möglichst klein zu halten, indem sie die latent vorhanden positiven Eigenschaften der Wesen förderte. In diesem Sinne griff sie auch ein, in das Geschehen der Welt. In gewisser Weise war sie der Gegenpart des Teufels. Aber sie deswegen als Gott zu bezeichnen, nein, das ging ihr zu weit.

Sie zauberte ein wenig dabei, meistens genügte es bereits tiefliegende verschüttete Wünsche zu erfüllen.

Ja, sie erfüllte sexuelle Wünsche, gerade bei denen, die sonst keine Chance hatten. Ist sie deswegen eine Hure? Manchmal offenbart sie sich, wenn sie ein Wesen ganz besonders mag.

Sie liebte die Gefühlsmenschen und sie suchte die körperliche Nähe zu ihnen. Sie wollte körperliche Liebe mit ihnen austauschen. So wurde sie ein Teil des Kollektivs.

Als Wesen der vierten Stufe der Unendlickkeit durfte sie eigentlich nicht körperlich sein. Das stimmte aber nicht. Sie war körperlich. Damit war sie schon etwas besonderes. Ist es nicht auch so, dass eine Hure heilig sein kann, wenn man den Blickwinkel ein wenig ändert?

"Hallo, liebe Erotica"

Jemand hatte sie angesprochen. Es war aber Telepathie, sie spürte die Gedanken in sich und sehr viel Sympathie dabei.

"Wer bist du? Ich spüre deine Körperlichkeit und deine Spiritualität, du musst etwas ganz großes sein. Aber die hohen kosmischen Wesen, sie sind doch alle körperlos?"

"Nicht alle. Ich bin Arianne, das Wesen der Existenz."

"Arianne? Oh ja, ich habe von dir gehört. Was für ein großartiges Erlebnis, ich liebe dich."

"Ja, ich glaube dir. Ich möchte körperliche Liebe mit dir haben."

Es machte sie so glücklich. Wenn Arianne sie so akzeptierte, war es dann nicht egal, was manche über sie sagten?

Arianne: "Du bist ein ganz liebes Wesen und du machst so viele andere glücklich. Ich liebe dich."

...

Arianne: "Weißt du, warum du körperlich bist?"

Erotica: "Nein. Ich habe es immer als Gnade der Existenz verstanden. Ich habe meine Körperlichkeit so sehr geliebt und dache, vielleicht wurde mir dieser Wunsch gewährt. Körperlichkeit, es ist die tiefste Sehnsucht meiner Seele. Dass sie mir erfüllt wird, es macht mich so glücklich. Und dieses Glück, ich will es nicht nur für mich haben, es auch den anderen Wesen zeigen. Ihnen zeigen, was sie selbst in sich tragen ohne es oft zu wissen."

Arianne: "Erinnerst du dich an den roten Körperschmuck, der dir vor langer Zeit geschenkt wurde? Von einem bezaubernden Wesen, das du glücklich gemacht hast? "

Erotica: "Ja, das ist aber schon sehr lange her. Gar nicht erfassbar in Milliarden von Jahren."

Arianne: "Es war die Liebe. Ihre Geschenke bewahrten deinen Körper, als du die kosmischen Entwicklungsstufen durchlaufen bist. Nun ist ihre Energie ganz in dir drin. Du bleibst körperlich, egal, wie weit du dich entwickelst."

Erotica: "Die Liebe? Ja, ich erinnere mich an sie, an ihre Geschenke. Aber ich wusste nicht, dass sie ein kosmisches Wesen ist."

Arianne: "Mit deiner Körperlichkeit hast du sehr viele Wesen glücklich gemacht. Es ist Liebe, die du gibst. Daher mag dich die Liebe so sehr."

Erotica: "Es ist aber manchmal schwierig mit der Liebe. Ich habe eine Revolution ausgelöst. Dabei hat es Tote gegeben. Das macht mich sehr traurig. Es gibt sicher auch Wesen, die mich jetzt verfluchen werden :-(((."

Arianne: "Das ist unser Problem, wenn wir in die Geschicke der Welt eingreifen. Es ist nicht lösbar. Ich habe das Leiden der Toten in mich aufgenommen."

Hure: "Du musst leiden, für das, was ich getan habe?"

Arianne: "Mach dir bitte keine Vorwürfe. Ich liebe dich dafür, dass du die Gefühlsmenschen vor einem grausamen Tod bewahrt hast. Die Lawine, die das ausgelöst hat, es wurde von ihnen selbst bewirkt. Die Entwicklung, die jetzt einsetzt, ist aber positiv. Sie hat die starren Fronten des Militarismus etwas aufgeweicht. Man wird Gefühlsmenschen nicht mehr töten."

Lass uns ein wenig auch uns gehören. Ich mag dich und du magst mich. Es gibt niemanden, vor dem wir das zu rechtfertigen hätten."
...
Erotica


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