Arianne 88

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XX

Im Grunde bestand er aus 2 Basiseinheiten. Nennen wir die eine X, die andere Y. X ist feminin, Y nicht.
Die Wahl der Beschreibung zeigt bereits das Problem.

Das Gesamtbewusstsein war ein Y.

Es teilte seine Liebe zum X, und es wünschte sich nichts sehnlicher als ein Doppel X.

Doppel X? Ja, es gab Wesen, die aus 2 X Einheiten bestanden. Nennen wir sie XX, die anderen XY.

Er liebte seinen X Teil, es gab ihm so wunderschöne Gefühle, in die er sich fallen lassen konnte.
Sensititivät, Liebe zur Körperlichkeit, Glücksgefühle, in denen er ruhen konnte.

Der Y Teil machte eher Probleme. Agressivität, Geltungsbewusstsein, Inakzeptanz von Schwäche, es verwirrte ihn, da er doch eigentlich das X favorisierte. Nun ja, irgendwie unterschätzte er das Y ein wenig.

Dabei hatte das Y sehr viel erreicht. In vielen Belangen des Lebens hatte er sich durchgesetzt. Ohne die Hilfe des Y wäre das niemals gelungen.

Warum also dieser Konflikt?

Er schenkte dem Y das XX nicht. Nur sein eigenes X. So konnte das Y nur Basisgefühle ausleben, animalische Gefühle, die sich nicht weiterentwickeln konnten. Was sollte das Y auch sonst tun? So viel Anerkennung für das X, und für seinen Teil?

*seufz*

Ja, wenn er die Liebe über sein X hätte verfolgen können, er hätte ihr ein Doppel X geschenkt.

Und das Y? Es hätte daneben gestanden und sich gewundert.

Da das Gesamtbewusstsein aber ein Y war, hätte es dann auch ein XX bekommen, sozusagen durch die Hintertür.

So gingen die Jahre vorbei.

...

Er hatte eine Vision, in seinen Träumen. Ein wunderschönes XX trat dort auf. Mehr, als das Y sich jemals hätte wünschen können.

"Hallo, ich bin Erotica."

"Ja, hallo. Du bist so wunderschön. Kommst du zu mir?"

Erotica: "Ja, ich kenne deinen Konflikt und will deinem Y ein wenig helfen."

"Ich bin doch Y"

Erotica: "Das stimmt schon, aber du liebst dein X über alles. Nur, das gibt dir keinen Zugang zu einem XX. So erscheine ich deinem Y selbst, in der Gestalt eines XX."

"Wenn ich dich so sehe, ich bin verliebt in dich."

Erotica: "Ja, ich weiß. Dein Y sieht, was es wirklich braucht. Nun, geben wir es ihm."

"Heißt das, ich darf dich berühren?"

Erotica: "Mehr als das. Ich will Sex mit dir haben, mit dir schlafen."

Es verschlug ihm die Sprache.

Sanft berührte ihn Erotica. Nackt, wie er nun einmal war, nachts im Bett, gab es unterhalb der Bettdecke nichts als nackte Haut.
Sie streichelte seine Haut.

Irgendetwas bewegte sich in ihm. Er nahm sie in seine Arme. Das Gefühl von Liebe, es wurde so stark.
Er hielt sie ganz fest in seinen Armen.

Er liebte ihre Haut, berührte sie sanft mit den Händen, mit dem Mund, ihren nackten Körper, die Haare, alles von ihr, was er überhaupt nur wahrnehmen konnte. Jede einzelne Zelle ihres Körpers. Er liebte sie so sehr.

Die Gefühle, sie waren so schön. Er verlor sich darin.

...

Am anderen Morgen. Was war das nur für eine Nacht gewesen? Hatte er geträumt? Er fühlte sich so glücklich, erinnerte sich.

Ein Traum, der wirklicher erschien als die Wirklichkeit selbst.

Er musste lächeln.

Wenn sich sein Gehirn so etwas ausdenken konnte ... Oder hatte es sie wirklich gegeben, diese Begegnung der dritten Art?

Wie auch immer, zum ersten mal fühlte er sich richtig in sich drin, in seinen X und Y. Beide waren glücklich, sie hatten gefunden, wonach sie sich so sehr gesehnt hatten.

...

Fortsetzung: Arianne 100

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