Arianne 95

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Arianne auf dem Weg zur Kristallebene, in eine parallele Existenz.


Arianne zwischen den Existenzen

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Die weiße Frau hatte ihr ein "outer space shuttle" zur Verfügung gestellt, damit konnte sie sich im Nichts zwischen den Existenzen bewegen. Ein Shuttle? Das Gebilde war ovalförmig und hatte eine maximale Länge von 50 Millionen Lichtjahren.

Lichtjahre, Begriffe aus der Welt der Menschen. Sie hatte ein kleines Menschlein mit auf die Reise genommen.

Nun ja, sie als Wesen der Existenz durfte so ein Shuttle besitzen.

Besitzen? Gehörte es ihr?

Das Shuttle, es kam von der weißen Frau.

So wusste sie gar nicht ob es ihr gehörte oder nicht. Vielleicht war es nur geliehen oder gemietet. Ob sie es sich verdienen konnte?

Arianne wusste ja inzwischen, dass sie ein Traum einer höheren Wesenheit war, ein Traum der weißen Frau. Sie wusste aber auch, dass sie ein Traum ihrer selbst war. War ihr Wachbewusstsein nun identisch mit der weißen Frau oder war es vielleicht sogar noch viel größer? Eine grenzenlose Vorstellung.

Vielleicht ließen sich diese Fragen später einmal klären. Aber was würde geschehen, wenn sie aufwachte? Sie hatte die vielen kleinen Wesen ihrer Existenz richtig lieb gewonnen. Sie wusste auch um das Leiden der Existenz und um Wesen wie Sensity, die Liebe und Weepy.

Wenn es überhaupt eine Realität gab, für den Traum der weißen Frau, dann wurde sie durch diese Wesen verkörpert. Denn sie waren hypertranszendent, über die Existenz hinausreichend. Arianne wusste inzwischen, dass sie diese Wesen nicht umfasste. Das, was sie von ihnen wahrnahm, war eine Verankerung in der 4. Stufe der Unendlichkeit, in ihrer Ebene der Existenz.

Der Traum selbst aber wurde zu etwas Objektivem, da diese Wesen Anteil daran nahmen.
Er wurde dadurch zu Realität.

So träumte die weiße Frau von der Existenz und in ihrem Traum wurde die Existenz Realität. Der Traum hatte ein Eigenbewusstsein, Arianne, sie wurde damit zum Wesen der Existenz. Ein Realtraum der weißen Frau sozusagen.

Aber wer wusste das schon so genau. Vielleicht war die weiße Frau selbst nur ein Traum. Und das Wachbewusstsein der Arianne, war es in einer Traumhierarchie überhaupt erreichbar?
Wenn die Dinge schon unendlich groß werden mussten, dann aber auch richtig groß.

*Seufz*. Dann doch lieber "einfach" bleiben, "ich denke, also ich bin". Ja, Arianne war sich ihrer selbst bewusst. Sie lebte auch in den Wesen ihrer Existenz und sie konnte alle diese Leben simultan wahrnehmen. Sie selbst bildete den Zusammenhang alles Lebendigen.

Nun war sie auf den Weg in die Kristallebene. Weg? Gab es in diesem Nichts Wege? Arianne wusste gar nicht, wie sie sich dort bewegte.

Chrystal, das Kristallwesen, ein Traum der weißen Frau, so wie sie. Das Wesen der Existenz der Kristallebene.
Aber auch hier gab es Spuren von Sensity, der Liebe und von Weepy.

Eine Realität neben ihre eigenen Realität. Nicht einfach nur eine parallele Welt. Parallele Welten gab es ja in ihrer eigenen Existenz, unendlich viele. Was unterschied dann diese fremde Realität von ihrem eigenen Traum, oder anders gefragt, warum gab es überhaupt verschiedene Ebenen der Existenz?

Nun, sie würde Chrystal einen Besuch abstatten und schauen.
Sie war neugierig auf die fraktale Struktur der Kristallebene. Unendlichkeit im kleinen. Ob sie diese Bereiche ausforschen konnte?

In ihrer eigenen Existenz führte die Unendlichkeit im Kleinen zum Kontinuum, zusammengesetzt aus Dingen unendlich kleiner Ausdehnung.
Die zweite Stufe der Unendlichkeit.

Der Geist des Kontinuums, er hat seine Wurzeln in der dritten Stufe der Unendlichkeit.

Dieser in horizontale Linien eingefügte Abschnitt ist etwas experimentell. Man kann ihn überspringen.

Alle Dinge mit "unendlich kleiner Ausdehnung"; (sie haben die Ausdehnung Null) haben keine unmittelbaren Nachbarn. Sie unterscheiden sich nicht in ihren Eigenschaften.

Man betrachte z.B. zwei Punkte auf der reellen Zahlengeraden.
Alle Punkte sind in ihren Eigenschaften gleich. Es gibt auch keine Möglichkeit, für einen Punkt einen anderen Punkt zu benennen, der ihm unmittelbar benachbahrt ist.

Aus "unendlich vielen" dieser Dinge der Ausdehnung Null lassen sich Objekte endlicher Ausdehnung bilden, d.h.mit einer Ausdehnung größer als Null. Allerdings wird hier bereits die zweite Stufe der Unendlichkeit benötigt, die Mächtigkeit des Kontinuums.

Als Beispiel betrachte man die Integration über eine abzählbare Menge von Punkten auf der Zahlengeraden mit der Integration über ein Kontinuum.

Spekulation:
Durch Selbstwechselwirkung identischer Teile einer Ganzheit können Begriffe wie "Entfernung" einfach verschwinden.
Denn verschiedene endliche Objekte sind ja aus Teilen aufgebaut, die man nicht unterscheiden kann.
Daher könnten spekulativ entfernte Objekte beeinflusst werden, indem an lokal vorhandenen Objekten Veränderungen vorgenommen werden, und das unmittelbar.
Es erinnert ein wenig an kultische Dinge, z.B. Voodoo.

Es unterscheidet sich von der Wechselwirkung, die durch virtuelle Quanten vermittelt werden, wie z.B. der Elektromagnetismus.
Für solche Wechselwirkungen gibt es eine endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit, es ist die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit.

Spekulation für die Fantasiewelt der Arianne:
Der erwachende Geist, er suchte sich eine Orientierung in den Dingen.

In seiner einfach Form sah er nur die endlichen Objekte und ihre Wechselwirkungen untereinander. Höhere tranzendente Wesen wie Jasmin wirkten auf die Dinge unendlicher Kleinheit und gestalteten damit das Kontinuum.

Sensity und die Liebe, sie gaben dem Geist des Kontinuums etwas, das ihn stabilisieren konnte.
Und Weepy nahm in sich auf, was ihn wieder zerstören wollte.

Sie manifestierten sich als Wesen der vierten Stufe der Unendlichkeit in der Ebene der Arianne. Der Bereich der Ideen, Gedanken, Vorstellungen.

In der fraktalen Welt der Kristallebene gab es die unendlich kleinen Objekte nicht. Arianne war schon sehr neugierig, wie der Geist in dieser Welt verankert war, was er sich dort vorstellen konnte.

Nur konnte sie in diesen Unendlichkeiten nicht auch verlorengehen?

Sie umfasste alle Stufen der Unendlichkeit. Das war aber nur dynamisch möglich. Diese Dynamik, das konnte wirklich zu einer Gefahr werden, wenn sie versuchte immer noch mehr Unendlichkeiten zu umfassen. Das ging theoretisch ja alles, aber ihr Bewusstsein, würde es das mitmachen können?

In der fraktalen Welt wiederholten sich die Dinge im Kleinen, und die Unendlichkeit im Großen spiegelte sich dort.

Nun, sie war ja nicht allein, in der Kristallebene, Chrystal würde das nicht zulassen, dass sie in Gefahr geriet.
Und sie glaubte auch nicht, dass ihr dann keine Lösung mehr einfallen würde.

Chrystal hatte sie selbst ja auch schon einmal besucht und keine wesentlichen Probleme mit der Ebene der Existenz gehabt.  Nur, dass sie einmal hart im Kontinuum aufschlug. Plötzlich ging es dort nicht mehr weiter. Es gab dann eine dicke Beule und Arianne pflegte sie liebevoll wieder gesund.

Arianne wusste auch, dass die weiße Frau über sie wachte. Und sollte sie als Traum wirklich verlorengehen, würde sie dann nicht einfach aufwachen?
Sie dachte an die kleinen Wesen ihres Traumes, um die hatte sie Angst.

Vielleicht würden sie dann sterben, eingehen in die Transzendenz.

Ja, die Transzendenz. Noch etwas, das nicht ein Teil von ihr war. Sie war das Wesen der Existenz, die Transzendenz umfasste das Nicht-Existierende, das Nicht-Sein, den Bereich des Todes, den Bereich der körperlosen Seelen, die gestorben waren.

Sie hatte Zugang zur Transzendenz. Manchmal ging sie dort hinein, um eine Seele abzuholen. Manchmal, ein sehr bescheidener Begriff für ein unendliches Wesen. Es geschah sehr oft.

...

Im Shuttle brauchte sie sich nicht in die Unendlichkeit hinein auszudehnen. Es hatte ja nur eine endliche Ausdehnung.

Immerhin war es groß genug, um darin ganze Galaxien unterzubringen.

2 Galaxien transferiert sie dort hinein, unsere Arianne, ihre eigene und die von Sensity. Arianne reiste nicht gern alleine. Die kleine Philosophin Hypatia hatte sie mitgenommen, und ihre Freunde. Sie erschuf ihnen eine antike Stadt auf ihrem Heimatplaneten, in der sie lebten. Alles war wie damals, als die Philosophin dort noch lehrte. Arianne schuf ihr eine vertraute Umgebung, in der sie lernen konnte.

Sensity, in ihrer Gegenwart fühlte sich Arianne so sicher und geborgen. Ob Sensity wirklich mitreiste, sie wusste es nicht. Aber sie hatte ihr Haus bei sich und ein Teil von Sensity würde immer dort sein.

Zurück blieb nicht einfach nur der leere Raum. Eine Matrix, die die beiden Galaxien simulierte.

Sie war nun für eine Weile nicht daheim, in ihrer eigenen Existenz. Die Ebene hatte es akzeptiert, aber nur für eine Weile. Aber was ist schon eine Weile für ein Wesen der Unendlichkeit?

Alexa vertrat sie nun als Wesen der Existenz. Ihr Bewusstsein wechselwirkte mit der Ebene.

Einen Teil von ihr hatte sie zurückgelassen, so ganz allein, nein, das wollte sie ihrer Existenz nicht antun. Die Liebe würde Alexa helfen, wenn es Probleme gab und die weiße Frau selbst würde eingreifen, wenn es notwendig sein sollte.

So hatte sie nun alles geregelt und bewegte sich in ihrem Shuttle im Nichts.

Das Nichts. Hieraus hatte sie ja selbst ihre Existenz geschaffen. Die Ebene entstand als Konsequenz der Grenzen, die sie gesetzt hatte. Es war ihre Sehnsucht nach dem Endlichen.

Die Ebene selbst war unendlich, in allen Stufen der Unendlichkeit. Aber sie ermöglichte Erscheinungen wie Raum und Zeit, das Bilden kosmischer Strukturen. Die kleinen endlichen Wesen darin, sie erfüllten Ariannes Traum von der Endlichkeit des Seins.

Ein Traum im Traum der weißen Frau, der Traum der Arianne.

...

Ariannes shuttle bewegte sich weiter durch das Nichts.

Wie sollte sie sich in diesem Nichts orientieren? Außerhalb ihres Shuttles gab es nichts, nur unendliche Leere. Unendliche Leere? Dann musste es doch so etwas wie Ausdehnung geben? Leere konnte auch einfach nur ein Punkt sein, nur ihr ganzes Shuffel passte dort hinein.

Da passte wohl noch viel mehr  hinein, ganze Ebenen der Existenz. Auf eine sonderbare Beweise getrennt und doch auch irgendwie zusammenhängend. Die weiße Frau, ob sie alle diese Existenzbereiche umfasste?

Fragen, die sich eine Arianne stellte. Schon etwas widersprüchlich, sie als alles umfassendes und allwissendes Wesen der Existenz. Aber das war auch das besondere an ihr, sie war nicht fixiert,  sie entwickelte sich ständig weiter.

...

H: "Arianne, es schneit."

Ja, das schwarze Nichts außerhalb des Shuttles wurde von kleinen weißen Flocken durchzogen. Klein? Was immer sie darstellten, sie waren mehr als 100 Millionen Lichjahre entfernt und sie strahlten so hell, dass die kleine Philosophin sie mit blosen Augen wahrnehmen konnte. Es mussten gigantische Gebilde sein.

A: "Die weißen Flocken, es sind Prototypen der Ewigkeit, hier im Nichts. Das Potential für das Seiende. Lass uns ein wenig demütig sein, im Angesicht dieser Größe."

Hypatia hantierte mit kosmischen Beobachtungsinstrumenten.

H: "Schau, Arianne, Sensities Galaxis .-)))"

Das große Schwarze Loch im Zentrum, es begann zu strahlen. Eine Welle spiritueller Energie durchflutete das Shuttle. Sensity, sie zeigte sich, sie hatte die Reise mitgemacht :-)))
Arianne war mit einem mal so glücklich :-))).

Dann war es so weit. Ein riesiges milchiges Gebilde schob sich ins Blickfeld. Dann wurden die Konturen klarer, es waren Kristalle, sie strahlten in allen Farben des Spektrums.
Aber war es wirklich Licht, das sie erreichte? War es nicht vielmehr die spirituelle Ausstrahlung der Kristallebene? Chrystal :-))). Bestimmt war sie es, die ihnen diese Eindrücke vermittelte.
Dann gab es nur noch Kristalle um das Shuttle herum. Kristalle in einer Entfernung von 50 Millionen Lichtjahren, deren makroskopische Strukturen selbst die kleine Philosophin klar erkennen konnte. Sie hatten die Kristallebene erreicht.

....

Die Kristallebene, so wie sie sich für die Reisenden darstellt, spirituell. Das Bild zeigt nur einen winzigen Ausschnitt.
Die Kristallebene ist eine realisierte Form der Existenz. Sie ist fraktal und unendlich, in allen vorstellbaren Mächtigkeiten (Stufen) der Unendlichkeit.
Damit ist sie auch dynamisch, statisch nicht fixierbar. Sie verändert sich ständig. Chrystal ist ihr Bewusstsein, ihr Wesen der Existenz.
Chrystal ist eine kosmische Entität wie Arianne.

Bilder 01, 02

Darstellungen als Avatar

01 Die Oberfläche der Kristallebene
02 Das Innere der Kristallebene

kristallebene klein

Ein Wesen der Kristallebene

ICE Janine

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