Kleine haarige Geschichte 05

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Sarah und Hellena

Sarah spürte ihre langen Haare, wie die Knie berührten und sie lächelte dabei.  Sie mochte es, wenn die Haare den Körper berührten, ihn streichelten. Sie stand vor dem Spiegel und betrachtete sich. Sie liebte das Bild, das sie sah. Ganz langsam schob sie ihre langen Haare nach hinten, machte die Ohren frei. Dann zog sie sich an. Die Haare verschwanden unter der Kleidung.

Sie hatte einen sehr schönen Halsschmuck. Den legte sie an, um auch die letzten Ansätze der Haare zu verbergen. Dann setzte sie ihre Kurzhaarperücke auf.
Nun hatte sie scheinbar kurze Haare, für die andere Welt.

Sie lächelte sich an, im Spiegel.
In ihrem Büro waren kurze Haare Pflicht. Die Kunden wollten es so. Die kurzen Haare der Mitarbeiterinnen würden seriös wirken.

*

Heute stellte sich jemand vor, Hellena. Sie hatte Haare, die bis zur Hüfte hinabreichten. Sarah konnte den Blick gar nicht wegnehmen.

Wir würden sie gerne einstellen, meinte die Chefin, die langen Haare müssen allerdings ab.

Das möchte ich nicht.

Unsere Kunden wollen es so. Wir haben hier alle kurze Haare, es ist der Stil unseres Hauses. Kurze Haare sind auch viel praktischer, sie lenken nicht ab, von der Arbeit.
Sehen sie, sie passen gut in unsere Abteilung. Ich lege gleich noch etwas drauf, auf die Gehaltsvereinbarungen. Ein besseres Angebot werden sie nicht finden. Lassen sie sich eine modische Kurzhaarfrisur schneiden und wir werden alle zufrieden sein.

Hellena war schon seit längerer Zeit arbeitslos und Geld hatte sie auch nicht mehr viel. Eigentlich war sie schon ziemlich verzweifelt, die vielen vergeblichen Versuche, einen Job zu finden. Es lag wohl auch an den Haaren. Sie würde damit Unruhe ins Geschäftsleben bringen, dachten die Personalverantwortlichen. Und außerdem, eine Hippie wolle man nicht einstellen.

Dann werde ich heute noch zum Friseur gehen. Anmelden muss ich mich nicht, ich warte dann eben eine Stunde oder zwei. Eigentlich wäre es wieder an der Zeit, fürs Spitzenschneiden. Dabei wird es diesmal nicht bleiben.

*

Sarah war schockiert. So schöne Haare, dann hatte sie eine Idee.
Warten sie bitte einen Moment, ich würde gerne mitkommen.

Chefin: Ja, das ist eine gute Idee, ihre Haare sind schon wieder viel zu lang geworden.

<< Ja, ja, eine Perücke, deren Haare länger werden, dabei habe ich die schon seit 3 Monaten auf >>, dachte Sarah.

*

Wollen sie wirklich ihre schönen Haare abschneiden?

Ich muss ja wohl.

Ach was, haben sie ein bisschen Zeit, für eine Tasse Kaffee? Lassen sie uns bitte darüber reden. Ich lade sie ein.

*

Sarah wieder zu Hause, nicht ganz alleine.
Ich möchte ihnen etwas zeigen. Darf ich mich ausziehen, ohne ihnen damit zu nahe zu treten oder sie zu beleidigen?

Das stört mich nicht.

Sehr langsam legte Sarah ihre Kleidung ab. Eine verspielte Haarsträhne drängte plötzlich nach vorne und streichelte ihre Beine.

Die neue Bekannte saß mit offenem Mund und großen Augen da, es berührte sie, was sie sah und es war ihr ganz und gar nicht unangenehm.

Sarah zauberte ihre ganze Haarpracht hervor.

Na, was sagen sie nun?

So schöne Haare :-))), ich kann es kaum glauben, und so lang. Sie sind wunderschön.

Das sind ihre Haare auch. Lassen sie sich diese Schönheit nicht rauben. Ich zeige ihnen, wie man Haare verstecken kann, und eine passende Kurzhaarperücke werden wir auch noch finden.

*

Nun lächelte Hellena. Ich werden ihnen auch etwas zeigen. Sie fasste in ihre Haare hinein und plötzlich rollten sie sich aus. Hellena schüttelte die Haare und sie sah aus wie eine Göttin, inmitten einer mehr als bodenlangen wallenden Mähne.

Nun war es an Sarah, mit weiten offenen Augen zu staunen.

Sehen sie, ich habe sie mehrfach übereinandergelegt, damit sie nicht so lang wirken. Ich kann mich ja nicht mit Haaren bewegen, die über den Boden schleifen und ich war auch schon so verzweifelt, dass ich sie verkaufen wollte.

Ein Perückenmacher wollte sie mir abkaufen. Das Geld hätte für 4 Monatsmieten gereicht. Er wollte sie mir ganz nah an der Kopfhaut abschneiden, um möglichst viel von der Länge zu bekommen. Ich musste dann aber weinen, es wäre so traurig gewesen, ganz ohne die Haare, und so habe ich es doch nicht gemacht. Ohne die Haare ... der Gedanke war so schrecklich. Ich habe sehr viel Zeit mit ihnen gemeinsam verbracht. Sie sind ein Teil von mir, meines Lebens, ich liebe sie.

Ihre Haare sind wunderschön, auch ich liebe solche Haare :-))) wie sie mir vielleicht glaubhaft abnehmen werden. Verstecken wir die Haare gemeinsam, niemand soll sie sehen, niemand, der sie uns wegnehmen will.

Es dauerte nicht lange und man hätte den Eindruck gewinnen können, zwei kurzhaarige Damen würden gemeinsam Kaffee trinken. Sie lächelten sich an und ihre Augen leuchteten dabei.

*

Zurück im Büro.

Chefin: Ach da seid ihr ja wieder. Sieht sehr gut aus, Hellena, die neue Frisur.

*

So arbeiteten sie dann gemeinsam im Büro und warfen sich manchmal verstohlene, lächelnde Blicke zu. Zwei versteckte Langhaarige in einer Welt der Kurzhaarigen, und doch so glücklich in ihren privaten Bereichen.


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