Kleine haarige Geschichte 18

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Liebe zu langen Haaren

Sie liebte ihre langen Haare. Fast schon mehr als. Sie hatte einen wunderschönen Traum von langen Haaren und das Glück ihn leben zu dürfen.

Sie spürte die Haare überall um sich herum. Wie sie sich über die Haut bewegten, sie streichelten. Sie mochte dieses Gefühl, die Haare zu spüren.
Haare, die sie einhüllten.

Waren Haare außerhalb der Kopfhaut wirklich nur lebloses Material? Nein. Es gab ja etwas in ihr, das mit den Haaren fühlte.

Sie legte sich auf das Bett in ihrem Raum.

Sie liebte ihren Körper. Fragil, verletzlich und doch wunderschön. Nur bedeckt durch die langen Haare. Sie spürte dieses Gefühl in sich. Es strömte durch jede Zelle ihres Körpers.

Dann lies sie sich ganz fallen, gab sich den Gefühlen hin.

Sie verlor sich darin. Seele und Körper wurden eins, verschmolzen miteinander. Sie dachte nicht mehr, fühlte nur noch dieses Glück. Jeder Teil des Körpers spiegelte sich in ihr, wurde zu einem Teil ihrer Seele. Es war wunderschön.

Nach einer Weile stand sie wieder auf. Nahm ihre langen Haare noch vorne auf die Seite, streichelte sie.

Dann begann sie einen Zopf zu flechten. Stolz betrachtete sie ihr Werk.

Ein Zopf, der bis zu den Knien reichte.

Sie lächelte ihr Spiegelbild an. Sie fühlte sich als Teil einer Poesie.

Ihr Gesicht strahlte, ihre Augen leuchteten so glücklich.

Ganz fest hielt sie den langen dicken Zopf in ihren Hände, als wolle sie ihn beschützen.

Ja, es war nicht immer einfach mit den langen Haaren. Es gab Neid oder einfach auch nur Unverständnis. Ihre Freunde akzeptierten sie so, wie sie wahr. Einige liebten ihre langen Haare. Es machte ihnen Spaß damit zu spielem, Zöpfe zu flechten, Frisuren zu erproben, oder sie einfach nur zu kämmen, zu streicheln.

Die Haare waren ein Ruhepol in einer hektischen Welt. Sie fühlte sich in ihnen geborgen.

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