Kleine haarige Geschichte 20

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Marion

Marion, die Frau mit den körperlangen Haaren. Über mehrere Jahre hatte sie Langhaarvideos von ihren Haaren machen lassen.

Dabei wurden die Haare immer länger, schöner und voller. Ganz stolz war sie auf ihre langen Haare. Ende der Woche hatte sie Geburtstag, sie wurde dann 32.

"Marion, wir müssen miteinander reden."

Marion: "Ja"

"Wir wollen ein Frisurenvideo mit dir machen."

Marion: "Was habt ihr mit meinen Haaren vor?"

"Die Leute kennen dich schon zu gut und die Mode hat sich geändert. Lange Haare sind out, kurze Haare sind in. Die Kunden wollen Veränderung sehen. Überleg dir schon mal, wie du deine Haare abgeschnitten haben willst. Vielleicht zwei lange Zöpfe, ein Pferdeschwanz oder einfach nur die lang herunterhängenden Haare."

"Die Haare abschneiden lassen?". Sie war schockiert. "Nein, das will ich nicht."

"Du bist hier als Modell unter Vertrag. Eine Klausel im Vertrag lautet, wir können bestimmen, wie wir dich kleiden und stylen können. Mit einem Abschneidevideo machen wir wieder gute Einnahmen. Deine Langhaarvideos verkaufen sich kaum noch. Also, wir sehen uns morgen um 1/8."

Die Nacht über konnte sie nicht schlafen. Ihre Haare abschneiden lassen, so wie bei vielen anderen Frauen? Manche waren ja froh, wenn sie die langen Haare los waren. Ja, es gab Mädchen, die kamen in die Agentur, nur um ihre Haare abschneiden zu lassen. Sie wollten Veränderung. Manche schienen damit glücklicher zu sein.

Aber sie mochte ihre Haare. Einen Ausweg sah sie nicht, sie war ganz schön abhängig von ihrem Modellvertrag. Und danach? Als Modell mit einer Kurzhaarfrisur arbeiten? Sehr viel Änderungsmöglichkeiten gab es da nicht mehr. Was konnte sie sonst tun? Wieder jobben gehen, als Putzfrau oder Bedienung in einer Kneipe? Ja als Bedienung, in diesem Ort war das schwierig, aber vielleicht in einer größeren Stadt? Manche Gäste mochten ja lange Haare und gaben einiges an Trinkgeld dafür. Aber sie wollte erst einmal sehen, was sie vorhatten. Ihre Haare würde sie nicht abschneiden lassen, nein, das wollte sie nicht. Lieber ein bescheidenes Leben führen und mit den langen Haaren glücklich sein.

Am anderen Morgen. Ihre Haare waren offen, lang herunterhängend, bis auf den Boden.

"Ja, dann wollen wir mal. Wir werden dir die Haare zusammenbinden und dann wird dir Sylvia die Haare im Nacken abschneiden. Anschließend schneidest du ihr die Haare ab. Wir werden das als Vergeltung verkaufen. Für die Haare und Videos haben wir auch schon Käufer gefunden, die wollen das life miterleben. Das bringt ein paar hundert Dollar für jede von euch."

Sylvia hatte selbst knielange Haare. Total glatte Haare, wunderschöne Haare, dunkelbraune glänzende Haare. Sie waren doch so schön.

Marion wurde ganz wehmütig ums Herz.

Warum musste Sylvia ihre Haare abschneiden? Sie war doch gerade erst 21.

Die beiden Frauen sahen sich an.

Ein stilles Einverständnis, nein, das wollen wir nicht. Nur die beiden konnten es sehen, in ihren Augen.

Erst mal mitmachen, sehen, was die eigentlich wollen.

Wenn es dann dazu kam, die Schere benutzen zu müssen ..  Nein. Sie waren doch keine Haussklaven.

Sylvia band Marion die Haare im Nacken zusammen. So einfach war das gar nicht, Marion hatte sehr volle Haare. Das erste Gummiband zerriss einfach. Selbst ein Schnürsenkel reichte nicht. Dann eben nicht. Die Haare offen abschneiden? Nein, Zöpfe machen. Da brauchte man ein bisschen Unterstüzung. 4 Mädchen arbeiten gleichzeitg an ihren Haaren. Eins davon hatte extrem kurze Haare. Gestern reichten ihre Haare noch bis zu den Oberschenkeln. So konnte man schon einmal sehen, wo das hinführen sollte. Die anderen hatten noch hüftlange bis knielange Haare. Wie lange noch?

Am Ende hatte Marion 8 dicke Zöpfe. 4 davon hingen ihr vorne über die Brust, die vier anderen hinten herunter. Ja, Marion hatte schon sehr volle Haare.

Sie saß jetzt im Frisierstuhl und schaute in den Spiegel vor ihr. Was nun hinten geschehen sollte, das konnte sie gar nicht sehen.

Vorne sah sie ihre vier langen Zöpfe, wie sie an ihr herunterhingen, auf dem Boden auflagen. Wunderschöne lange dicke Zöpfe. Allein darum würden sie schon viele beneiden. Spontan fasst sie mit ihren Händen danach.

"Erst kommen die hinteren Zöpfe ab."

Was hatten die Leute nur davon, die langen Haare nach und nach verschwinden zu sehen?

Verstohlen schaute Marion Sylvia in die Augen. Nein, das mache ich nicht, signalisierte ihr Sylvia.

Sylvia mit der Schere  in der Hand, sie ging zu Marion, nahm einen von Marions Zöpfen in die Hand. Sie spielte mit der Schere, nahm die Zöpfe zwischen die Scheren aber führte sie nur ganz sanft die Haare entlang. Dann legte sie die Schere weg, machte den Zopf zärtlich wieder auf.

"Was machst du da?"

"Lass sie doch. Wenn wir das ganze ein bisschen in die Länge ziehen, um so reizvoller für die Kunden. Manche brauchen die Illusion, dass die Haare doch noch gerettet werden. Es ist dieses Spiel zwischen Hoffung und Unvermeidbarkeit, die ihnen das Geld aus der Tasche zieht. Am Ende liegen die Haare dann doch abgeschnitten auf dem Boden.  So wie sie es eigentlich wollen"

Sylvia öffnet alle Zöpfe von Marion. Dann nahm sie Marions Haare sanft in die Arme und schmuste mit ihnen. Marion fühlte ein prickelndes Gefühl in sich. Sylvia lies sie langsam wieder los. Nun war es an ihr. Sanft griff sie nach den Haaren von Sylvia, küsste sie, vergrub ihr Gesicht in den Haaren. Beide Mädchen umarmten sich.

Dann setzten sich auf den Boden, streichelten ganz sanft die Haare des jeweils anderen Mädchens, schmusten damit, küssten sie.

Das gab ein Video!

"Nun gut, machen wir erst einmal ein Haarliebevideo. Das lässt sich auch ganz gut verkaufen, denke ich. Verschieben wir das Abschneiden erst einmal auf Morgen. Daran geht nichts vorbei. Wir haben schon einige hundert Vorbestellungen, die bereits bezahlt worden sind. Ja, ich habe schon ein bisschen Werbung gemacht. Dafür steht euch auch ein Vorschuss zu. Hier habe ich 200 Dollar für jede von euch"

Wer wollte denn die Haare abgeschnitten sehen? Es waren die gleichen Haarefetischisten, die einmal behauptet hatten, dass sie lange Haare liebten. Nun liebten sie "schöne Haarschnitte". Je schöner die Haare waren, die abgeschnitten wurden, desto reizvoller für sie.

Da konnte man sich schon fragen, ob Haare nicht lieber privat bleiben sollten.

Nun war erst einmal Schluss, die Haare noch für einen Tag gerettet.

Anstatt ins Bett gingen sie beide gemeinsam zum Bahnhof. Eine Fahrt in die Fremde, alles hinter sich lassend. Die 400 Dollar ließen sie zurück.

In der Provinzhauptstadt.

"Bitte, eine kleine Spende. Sonst müssen wir unsere Haare verkaufen, um überleben zu können."

Es kam einiges zusammen. Sie konnten zunächst einmal davon leben.

Marion und Sylvia, beide jobbten in einer Szenekneipe, in der auch Langhaarige ein und ausgingen. Sie wurden von den Gästen geliebt. Wie sehr sie geliebt wurden, das zeigten sie Gäste auch. Es gab Geschenke, Blumen, Gedichte und reichlich Trinkgeld. Ein Hauch von Liebe und Zärtlichkeit lag in der Luft.

Dann nahm sie ein kleines Theater unter Vertrag, sie brauchten gerade zwei Mädchen mit sehr langen Haaren. Das Musical HAIR sollte aufgeführt werden. Sicher, es gab ja auch Perücken, aber echte lange Haare, das war doch viel reizvoller. Damit wurde dann auch Werbung gemacht. So schafften es die beiden, eine kleine Existenz aufzubauen.

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