Kleine haarige Geschichte 31

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Losty und ihre Haare

Fortsetzung von Kleine haarige Geschichte 30



Losty
Losty und ihre 10 Rapunzel beim Kaffeetrinken. Die Menschen waren geradezu eingehüllt von Haaren.

Juliane: "Losty, wie lang sind deine Haare? Das Volumen deines Zopfes ist ja wirklich beeindruckend. Ist das nicht ein gewaltiges Gewicht?"

Losty: "Die Haare sind 20 Meter lang mit einem Gewicht von 15 Kilogramm."

Habbas: "Wie kannst du den Zopf dann so tragen? Das muss ja ein gewaltiges Ziehen im Nacken sein."

Lostys: "Das Gewicht verteilt sich. Der Zopf ist am Körper verankert. Seht, es gibt Haken und Ösen, an denen er festgebunden ist. Das ganze ergibt ein komplexes mechanisches System, das das Gewicht gleichmäßig verteilt."

Alian: "Hast du Mechanik studiert oder Physik, woher kommt das ganze Wissen?"

Losty: "Ich habe vieles studiert. *grins*. Wenn ich euch erzähle, was ich bin, ihr werdet es nicht glauben. Arianna, du hast doch ein internetfähiges Handy dabei, such doch bitte im Internet einmal unter << Losty, die Legende >>."

Arianna tippte die  Suchanfrage ein.

2,8 Millionen Treffer. Wow! Hier steht: "Losty ist ein Wesen der Unendlichkeit... ich lese mal gar nicht weiter."

Sie schaute Losty an.

Losty musste lächeln.

Alle starrten sie an. Irgendwie ungläubig aber doch auch ein wenig verstehend.

Losty: "Ich möchte die Kraft nicht einsetzen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Paranormale Aktivitäten können Seiteneffekte auslösen, die unkontrollierbar sind, vor allem dann, wenn es willkürlich geschieht. Könnt ihr mir glauben? Nehmt es einfach als ein Märchen, ich bin die Fee darin *grins*. Fantasie, tut einfach so, als wäre es wahr."

Arianna: "Dann muss ich aber weiterlesen. "Losty ist das Wesen der Existenz ...Das Wesen der Existenz? Wow. Dann bist du unser Gott?"

Losts: "Aus eurer Sicht *grins*, es gibt aber ein allgemeineres kosmisches Prinzip, in das ich eingebunden bin. Und dort bin ich bei weitem nicht das höchste Wesen. Ich bin ein Wesen der Unendlichkeit, eingesperrt in eine endliche Enklave."

Julius: "Eingesperrt? Dann sind wir ja auch eingesprerrt, aber wir empfinden das gar nicht so."

Losty: "Auf eurer Ebene der Wahrnehmung nicht."

Arianne: "Daher vielleicht auch der Name Losty?"

Losty: "Arianne, du weißt gar nicht wie sehr du recht damit hast."

Aliana: "Losty, warum bist du zu uns gekommen."

Losty: "Die Haare, ich wollte sie retten. Es sah alles so negativ aus und ihr seid wirklich etwas besonderes mit euren Haaren. Aus allen Teilen des Landes zusammengesucht. Ihr wollt sie ja auch nicht hergeben."

Julius: "Nein, das wollen wir nicht. Auch wenn sie uns sehr einschränken, sie geben uns sehr viel Freude und sie sind nichts fremdes, etwas, das von uns kommt. Wir brauchen niemandem dafür etwas zu bezahlen. Sie geben uns individuelles Glück, es ist sehr schön."

Losty: "Seht ihr :-)). Nun zu meinen Haaren, es ist nur der Teil zu sehen, der in eurer Wirklichkeit ragt. Der Hyperraum bleibt euch verschlossen. Den für euch sichtbaren Teil möchte ich zeigen, in seiner ganzen Fülle."

Losty öffnete ihre Bänder. Die anderen saßen da mit großen offenen Augen. Sie waren einfach sprachlos. Nach 10 Minuten war Losty fertig. Sie stand vorsichtig auf und ging im Raum herum. Die Haare zogen sich in die Länge, es waren wirklich 20 Meter lange Haare und sie waren wunderschön, auf der ganzen Länge."

Aliane: "So schöne Haare. Losty, du bist ja bereits eine Göttin nur wegen der Haare. Danke, dass du uns diese Schönheit gezeigt hast."

Der ganze Raum war nun voller Haare. Lostys Haare und die 10 Rapunzel, so viel Haare auf so engem Raum.
Ein Ober kam da nicht mehr doch. Er stand da mit seinem Tablett vor der ganzen Haarpracht.

Losty: "Ein wenig zeige ich euch doch. Ober, bitte nicht erschrecken, es ist nur ein bisschen Telekinese."

Das Tablett schwebte durch den Raum, über die Haare hinweg und endete auf dem Tisch.

Julius: "Wow. Das ist schon etwas besonderes. Die Haare und dann dies. Losty, du bist gar keine Märchenfee."

Der Ober stand da und wunderte sich. Telekinese, na sowas. Dinge gibt es. Das würde ihm niemand glauben. Und die ganzen Haare hier? Auch das würde ihm niemand glauben. Nun ja, er hatte es gesehen.

Ein Kamerateam vor dem Eingang des Cafes.

Nun kam doch alles ins Fernsehen. Vor allem Losty mit ihren superlangen Haaren. Das schwebende Tablett, es war im Kasten.

Reporter: "Losty, kannst du uns etwas über dich erzählen?"

Losty: "Ich bin hier um euch ein wenig Erleuchtung zu bringen, in euren eingefahrenen Denkweisen. Ein wenig grenzüberschreitende Dinge. Seht die Haare, sie überschreiten ja bereits alle Vorstellungen, die ihr habt. Aber das geht noch viel weiter. Ich will euch weder beherrschen noch dominieren, nur zeigen, dass es weiter geht. Ich brauche euch. Auch meine Welt ist beschränkt und will erweitert werden."

Reporter: "Die Haare sind sehr eindrucksvoll und die telekinetische Übung? Es gibt sie somit, die Paranormalität? Das ist neu für uns alle. Ändert das unser ganzes Leben?"

Losty: "In gewisser Weise schon. Ihr lernt dabei die Realität in euren Fantasien zu entdecken, das Mehr hinter dem alltäglichen Gewöhnlichen. Die kleinen Hässlichkeiten, mit denen ihre euch gegenseitig das Leben schwermacht, sie sind belanglos. Genau so wie Eitelkeit, Neid, Missgunst, Machtgehabe. Lasst euch ein wenig mitreißen, von der Größe des Universums, seiner Unendlichkeit. Ich werde immer für euch da sein, wenn ihr  mich braucht. Nur ich kann nicht alle eure Probleme lösen, ihr müsst es selbst tun. Der erwachende Geist muss sich seinen eigenen Weg suchen. Das ist dann auch der Beweis, dass die Schöpfung nicht umsonst ist."

Reporter: "Aber du greifst doch hier und jetzt ein?"

Losty: "Ja, ich möchte nicht, dass ihr euch alles zerstört, was wertvoll ist. So gebe ich euch Hinweise. Was ihr damit anfangt, es ist eure Sache. Manchmal schütze ich auch einzelne Wesen, gerade dann, wenn sie in ihrer Umgebung so furchbar verloren sind, wie unsere Rapunzel hier.

Da ihr sie aber selbst so akzeptieren wollt, wie sie sind, sogar gegen eure eigene Überzeugung, offenbare ich mich euch. Seht es doch einfach so, es ist die Anerkennung des Göttlichen für euch. Ihr habt etwas geschafft, das andere durch Gebete, Opfer und Buße tun nicht erreichen konnten.

Nicht einmal Zivilisationen, bei denen die Entwicklung des reinen Geistes der Vernunft im Vordergrund stand, können da mithalten. Ihr seid etwas besonderes, gerade auch weil ihr es schaffen könnt, eure eigene Qual zu überwinden.
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