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Kleine haarige Geschichte 41

Elisa und ihre drei Freundinnen im Cafe der Haarigkeit. Sie nehmen an einer Reality Show teil.
Die Zuschauer stimmen darüber ab, ob lange Haare fallen sollen oder nicht.


Haarshow

Elisa und ihre drei Freundinnen saßen an einem der Tische im Cafe der Haarigkeit.
Haarigkeit, wohlgemerkt, nicht Langhaarigkeit.

Aber das eine schließt das andere doch nicht aus, oder?

Wer weiß. Die Bezeichnug "Hairpower" resultierte oft in recht bescheidenen Resthaarverunstaltungen.

Das ist doch wohl eine subjektive Einschätzung!

Natürlich, aber gemessen am Volumen der Haare, das oft vorher dagewesen ist, kann das Nachher nur als Billigproduktion angesehen werden.

Das ist etwas kurzsichtig gesehen. Darin steckt doch die ganze Kreativität der Haarschöpfenden! Und es ist Zivilisation!!!. Wenn alle wie Barbaren herumlaufen würden ...

Ich bin weitsichtig.

Und wenn das Produkt jeden Tag mehr Arbeit macht als natürlich herunterhängende lange Haare? Und 50 mal so viel Kosten verursacht?
Es gibt Leute, die leisten sich den monatlichen Frisör und verzichten dafür auf ein oder zwei Brötchen am Tag.
Ist dieses Handwerk wirklich so wichtig?

Für viele ist es wichtig. Und deren Einstellung kann man nicht einfach wegdiskutieren wollen. Sie sind oft auch tolerant gegen Langhaarige, die manchmal gar nicht so gepflegt aussehen.

Und warum werden die Frisösinnen dann so schlecht bezahlt, dass sie von ihrer Arbeit allein kaum leben können?  Und was soll dabei als Rente herauskommen?

Vielleicht, vielleicht, wenn die Menschen ihre Haare mehr lieben würden und die Pflege langer Haare einen gesellschaftlichen Wert hätte, viellicht würde es ihnen dann besser gehen.
So läuft doch vieles nur wie am Fließband, oder wie bei der Akkordarbeit.

Das ist aber eine gewagte Behautpung.

Mehr eine Vermutung. Sie muss auch nicht stimmen. Ungepflegte lange Haare brauchen keine Frisösinnen.
...

Auf der Bühne begann gerade die Modelshow. Es war mehr eine Theatervorführung. Die Akteure wurden in verschiedene Gewänder gesteckt und mit diversen Perücken kostümiert. Dann begannen die Veränderungen. Es war schon erstaunlich, in wie viele verschiedene Rollen jemand hineinschlüpfen konnte.

Manchmal änderte sich aber auch nichts. Der bärtige Justus z.B. konnte mit körperlangen Haaren oder mit Glatze auftreten, der Eindruck war doch irgendwie immer der gleiche.

Der Bart muss ab!

Und danach? Er sah einfach nur aus wie Justus ohne Bart.

...

Zur Krönung des ganzen dann die Reality Show. Dazu waren Elisa und ihre Freundinnen eingeladen. Sie saßen bereits in dem Forum, das für Gäste reserviert war.
Das Outift von Elisa? Sie sah aus wie eine Hippie mit Stirnband und langen Haaren. Ketten, Ringe, und Armbänder waren auch reichlich vorhanden.

Wie ein kleines Schmuckkabinett.

Aber alles schön aufeinander abgestimmt. Ein Bild von Harmonie und Schönheit. Es wirkte natürlich, trotz der vielen eher künstlichen Anhängsel.

Na, warte erst mal bis die Punklady kommt.

Was will die denn hier? Die ist doch schon verändert. Reichlich gegenüber der Normalität.

Sind Elisas Haare vielleicht normal?

Was ist an langen Haaren unnormal?

Na, stell dir mal Fingernägel in der Länge von 2 Metern vor.
...

Elisas Haare waren reichlich geschmückt mit Blumen.

Echte Blumen???

Nein, das hätte sie nicht übers Herz gebracht, echte Blumen zu schneiden und als Schmuck zu verwenden. Sie liebte doch Blumen.

Elisas Haare fielen über die Stuhllehne auf den Boden. Dort lagen sie dann auf. Wie Haare, die bei Frisören oft am Boden herumliegen.

Aber das ist dann schon eine ganze Tagesproduktion.

Bei den gewöhnlichen routinemäßigen Kurzhaarschnitten, sicher.

Dabei waren Elisas Haare noch zusammengebunden, nach innen gewickelt und von Bändern gehalten. Man konnte die Länge der Haare nur erahnen, es mussten mehrer Meter lange Haare sein.

Echt oder gefaked? Die Stunde der Wahrheit würde es zeigen. In der Reality show.
Es wurden bereits Wetten abgeschlossen. Natürlich gewachsene lange Haare, in einer Zeit des schnellen Wandels? Kaum zu glauben. Für solche Haare hatte niemand Zeit. Sie wären doch eher ein Gefängnis, als dass sie Vergnügen bereiten könnten.

Elisas Freundinnen hatten die Mähnen verborgen. In der Kleidung. Ihre Ringe, Armbänder und Ketten konnte man sehen. Sie trugen einiges davon. Es war modisch perfekt alles aufeinander abgestimmt, die Kleidung, der Schmuck, die nackte Haut der Arme und Beine ... Dazu passten doch eigentlich auch lange Haare.

Nackte Haut?

Doch nur freie Arme und Beine und ...

Und ... ?

Dies ist keine Pornoshow!

Ein bisschen Nacktheit ist doch nicht gleich Pornographie. Und überhaupt, was ist daran so schlimm?

Na, warte mal, die obszöne Darstellung von Geschlechtsteilen ...

Oh Mann, Moderator, man muss doch nicht hingucken, wenn man nicht will.

Warte ab, Ko-Moderator, eine Lady Gody gibt es heute auch noch zu sehen.

...


Dann kam Gloria herein. Eigentlich sah man nur ihr Gesicht und ... Haare, nichts als Haare. Sie war völlig davon eingehüllt.
Es waren sehr schöne Haare, sie glänzten im Licht und ... sie brachen es in verschiedene Farben. Ob darin kleine Diamanten eingesponnen waren? Das machen Haarpigmente in der Regel nicht.

Sind solche Haare denn die Regel?

Gloria ging zu Elisa und ihren Freundinnen.

"Hallo, darf ich mich zu euch setzen? Ich möchte keinen Einzeltisch für mich alleine bevölkern."

"Ja ... doch, bitte ... du hast so schöne Haare, und so viele davon ..."

Sie sah aus wie eine Lady Godiva, rundherum von Haaren eingehüllt.

Und darunter?

Schließ doch eine Wette ab. Dies ist ja auch eine Wettshow.

Und am Ende ... zeigt sie sich dann?

Wer weiß *grins*.

Auch darauf kann man wetten.

Ob sie vielleicht ein Haarkleid trug? So viele echte Haare, das gab es doch gar nicht. Sie musste ja mehrere Kilogramm mit sich herumschleppen.

...

Am Nachbartisch saßen bereits 3 Jungen, die sich an dem Spektakel beteiligen wollten. Mit langen Haaren, auf denen sie hätten sitzen können. Die eigenen Haare unter Perücken verborgen? Dann konnte niemand genau sehen, wie sie wirklich aussahen. Vielleicht schämten sie sich auch für ihre langen Haare.

Und dann treten sie in der Öffentlichkeit auf?

Die Haare wirkten sehr gepflegt. Das zeigte eigentlich schon, dass es keine echten Haare sein konnten. Jungen mit so gepflegten Haaren? Nein, das gab es doch gar nicht.

So wurden erst einmal Wetten abgeschlossen, wie lang denn die Haare der anderen sein mögen. Und eine Wette darauf, wie es nachher aussehen würde. Es war kaum anzunehmen, dass einer der wirklich langhaarigen Jungen diesen Saal ohne geschorene Haare wieder verlassen würde. Aber sollte man darauf wetten?

Schließlich gab es eine Diskussion. Und entgegen der früher üblichen Makeovershows konnte ein Langhaarträger die Show auch wieder mit langen Haaren verlassen. Nicht ganz freiwillig, die Zuschauer entschieden dann, ob seine Argumente den Verbleib der langen Haare rechtfertigen würden.

Und wenn sich alle gegen die langen Haare entscheiden würden?

Jeder hatte einen Joker, den er einmal setzen konnte. Damit konnte er seine eigenen Haare schützen oder die einer anderen Person, wenn ihm das sehr wichtig war.
Es war individuell. Tatsächlich hatte schon einmal eine Frau mit hüftlangen Haaren die Show wieder mit ihren langen Haaren verlassen. Ohne jede Veränderung. Dabei war sie im Vorfeld als diejenige gehandelt worden, die sich eine Glatze scheren lassen sollte.

Einfach deswegen, weil sie mit ihren Haaren perfekt wirkte. Wie eine Göttin, der sich niemand auch nur ansatzweise annähern konnte. Die Veränderung, man wollte sie sehen. Aber die
Diskussion verlief dann ganz anders. Sie holte so viele Sympathiepunkte, dass sie am Ende niemand verändert sehen wollte.

Niemand? Das kann doch nicht sein.

Doch. Auch so etwas gibt es. Die anderen 15 setzten alle ihre Joker auf sie.

Und ließen sich anschließend die Haare scheren?

Nein. Es lag damals eine eigentümliche erotische Spannung im Raum. Sie hatte auch gleich den passenden Namen dazu, Erotica nannte sie sich. Niemand wollte diese Atmosphäre zerstören.
Irgendwie nur genießen, nach Hause gehen und das Gefühl mitnehmen, etwas Schönes erlebt zu haben.

So wurde die Reality Show spontan beendet.

In den Monaten und Jahren danach hatte einige Frisiersalons Existenzsorgen. Bei vielen ehemaligen Kunden wuchsen die Haare über das normale Maß weit hinaus.

Und der Gedlbeutel blieb voll.

Nein, es gibt so viele ander Gelegenheiten ... Und Haarschmuck, der kostet auch etwas!
Aber so mit der Zeit. Der Alltag holt die Menschen wieder ein ... und die Dinge wiederholen sich dann.

Nach 8 Jahren liefen die Shows wieder, und diese Zeit reichte gerade aus, um spektakuläre Veränderungen präsentieren zu können.
...

Manchmal waren es auch ganz gewöhnliche Kurzhaarschnitte, die unter den Perücken zum Vorschein kamen, und das Spektakel endete in einem ganz gewöhnlichen Haarschnitt.
Der kostete dann nichts. So fanden sich immer wieder Freiwillige.
Schließlich gab es einmal wöchenlich diese Show.
Und manche der Beteiligten schienen bereits ein Abonnement auf die Teilnahme zu haben.
...

Zwei weitere Gäste traten hinzu.

Eine Frau mit superlangen glatten Haaren, die bis auf den Boden reichten. Blond war sie auch noch. Und so ein hübsches Gesicht. Eine wirkliche Schönheit.
Die Haare waren perfekt glatt, wie mit dem Eisen gebügelt. Dann konnten sie doch nicht echt sein!
Und was tat sie? Sie ging zu den Tisch mit den Jungen!

Eine optische Täuschung? Sie sah so richtig schön feminin aus. Oder doch lieber er?

Gloria verschlug es die Sprache. Sie konnte den Blick gar nicht von den langen Haaren lassen. Dabei war sie selbst davon eingehüllt. Man konnte gar nicht sehen, ob sie darunter überhaupt Kleidung
trug.

Wieder etwas, auf das man wetten konnte.

Der zweite von den beiden Neuankömmlingen trug zwei knielange dicke Zöpfe. Er sah aus wie ein Schulabgänger. Ob er die Haare für seinen Berufseinstieg abschneiden lassen wollte? Viele
potentielle Chefs mochten keine Langhaarträger als Auszubildende und manchmal gab es auch eine Haarverordnung, der man Folge leisten musste.

Gerade bei Behörden und Bildungsinstituten.

Aber nun saßen sie erst einmal dort, mit ihren langen Haaren. Ob das alles Perücken waren?
Die Reality Show würde es zeigen.

...

"Die Show kann beginnen. Gloria, kommst du bitte!"

"Einen Moment, ich möchte erst noch einmal ..."

Gloria ging hinüber, zu den bodenlangen glatten Haaren.

"Wie heißt du?"

Er schaute sie an.

"Julius... aber, meine Freunde nennen mich Juliane.*seufz*. Wenn das hier vorbei ist ..."

Gloria schaute ihn an.

G: "Wenn es vorbei ist ... ich liebe deine Haare, sie sind wunderschön."

J: "Danke. Kannst du mir bitte deinen Namen sagen?"

"Lost... äh Gloria."

J: "Deine Haare sind wunderschön. Warum willst du sie aufgeben?"

G: "Weil ... ich ... ich glaube, ich habe es vergessen. Ich kann nur noch deine Haare anschauen. Du siehst so herrlich feminin damit aus."

J: "Und, stehst du auf Frauen? *grins*. Nein, ich bin ein wenig weiblich geschminkt, meine Schwester versteht etwas davon und ... ja, ein etwas femininer Typ bin ich schon."

G: "Ich ... ich will nicht, dass du deine Haare abschneiden lässt. Ich habe mich in dich verliebt."

Julius schaute sie an, ganz tief in die Augen und spontan lagen sie sich in den Armen.

"Nun wird es aber Zeit, Gloria, komm bitte."

Julius: "Gloria, nein, ich will das nicht. Bitte lass uns zusammen ..."

Gloria: "Ich setzte meinen Joker für dich."

Julius: "Okay, danke, und ich meinen für dich. Damit sind wir aus dem Geschäft."
...

Moderator: "Akzeptiert. Aber wollt ihr uns nicht sagen, warum?"

Warum nicht. Zwei Stühle standen auf der Bühne bereit. Beide setzten sich dort hin. Ihnen gegenüber zwei junge Damen mit kurzen Haaren.

Warum wollt ihr eure Haare behalten?

Julius: "Ich sehe die Schönheit der Haare von Gloria. Ihr ganzes Wesen, ihre Art, es harmoniert alles miteinander. Und sie liebt ihre Haare. Wenn sie ihre Haare verliert, sie würde etwas ganz anderes darstellen. Ich liebe ihre Haare und ich liebe sie. Ich möchte beides zusammen."

So gut kennst du sie schon, durch einmal hingucken? Du siehst doch gar nichts von ihr, nur Haare und ab und zu ein bisschen Gesicht. Die Augen sind auch nicht immer zu sehen.

J: "Ich sehe ihre Augen, wie sie lächelt, wie sie sich bewegt. Ja, es ist Liebe auf den ersten Blick. Ich nehme so viel von ihr wahr."

Und wenn sie den Saal hier kurzhharig verlassen sollte, liebst du sie dann immer noch?

J: "Ich habe meinen Joker auf sie gesetzt. Nach den Regeln der Show darf sie ihre Haare behalten, wenn sie es will. Wenn sie sich dennoch dagegen entscheiden sollte, nein, ich möchte sie nicht mehr hergeben. Ich möchte sie aber nicht verändert haben, ich liebe sie so wie sie ist."

Das musst du auch, wenn du von Liebe redest. Es gibt so viele Krankheiten, bei denen jemand seine Haare verlieren kann. Und was würde dann bleiben? Haarefetischismus als Selbstzweck? Es gibt so viele Frauen, die unglücklich sind, weil sie ihre langen Haare nicht loswerden können. Sei es aus Tradition oder durch die Drohung von Liebesentzug. Findest du das gut?

J: "Nein, das finde ich nicht gut. Niemand sollte durch lange Haare unglücklich sein, weil er sie nur für jemand anderen hat. Ich möchte nicht, dass meine Liebste unglücklich wäre damit. Ich möchte,
dass sie glücklich ist."

Gloria?

G: "Mir geht es genau so. Es kann wunderschön sein, lange Haare zu streicheln, die Gefühle wahrzunehmen und sie zu übertragen. Ich sehe in seinen Augen, wie es ankommt. Und ich liebe ihn so
sehr dafür."

Aber man kann doch eine Beziehung nicht nur auf Haare begründen!

J: "Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Wenn man etwas sehr Schönes gewinnt, es ändert doch auch die eigene Einstellung zu den Dingen. Wir sind doch keine Maschinen, die immer nur funktionieren müssen. Manchmal ist das Paradies so greifbar nahe und unsere Zeit geht vorbei, ohne dass wir es wahrgenommen haben."

Aber diese Haare, ist es nicht eine Qual, darin eingebunden zu sein. Das Gewicht, sie waschen und pflegen zu müssen. Das kostet doch bereits das halbe Leben.

G: "Es kostet viel Zeit, aber dafür müssen wir anderen Dingen nicht hinterherjagen, weil wir unseren Teil bereits gefunden haben.  Die Momente des Glücks, etwas zu haben, das wir wirklich wollen. Sie werden nicht ewig sein, aber sie sind da. Und sollen wir sie wegwerfen, um der Liebe nach etwas hinterherzurennen, das wir niemals erreichen können?"

Ich finde sie häßlich, abstoßend, geradezu ekelhaft. Diese Länge, puh, wie kann man nur so etwas mit sich herumschleppen?

J: "Was soll ich dazu sagen? Dinge an dir finden, die ich nicht mag? Muss man denn ein individuelles Glück rechtfertigen, vor anderen? Wem schaden wir mit unseren Haaren? Vielleicht den Stylisten, aber auch lange Haare brauchen Rat und Pflege von Experten. Es ist doch auch nicht die Frage für andere, ob sie so lange Haare für sich selbst wollen oder nicht. Genetisch betrachtet können nur wenige Menschen solche Haare haben. Wenn wir sie wegwerfen, warum haben wir dann das Potential dafür? Wir zeigen auch, was möglich ist. Wenn es andere anekelt, ist es nicht eher ein wenig deren eigenes Problem?"

Was kann ich für meine Gefühle! Ich sehe es so und ändert tut sich da auch nichts. Und du, Julias. Schämst du dich nicht, so herumzulaufen. Mädchenhaft! Führt das nicht zur Geschlechtsverwirrung?

J: "Ach, weißt du, << Boys will be girls >>, kennst du das nicht? Die Faszination des Weiblichen, warum soll ich sie für mich verleugnen? Es ändert nichts an meiner geschlechtlichen Orientierung und ich will mein Geschlecht gar nicht verändern. Aber was möchtest du? Soll ich mich als Macho entwickeln, Faustkämpfe ausfechten? Mich besaufen und stolz darauf sein, wie viele Frauen ich
aufgerissen habe? Oder was es sonst noch so alles an Männlichkeitsritualen gibt?"

G:"Willst du Macht über uns gewinnen? Die Haare einfach abschneiden, weil sie dir nicht gefallen?
Wir wollen doch gar nichts von dir. Leb dein Leben, so wie du es für richtig hälst. Wir möchten nur wir selbst sein dürfen."

Dann behaltet eure Haare, in Godys Namen. Aber schön finde ich sie trotzdem nicht.

Und die ganzen Wetten?

Nach euren Reden zu urteilen, müssen die Haare echt sein. Aber sind sie es denn auch? Muss man das nicht überprüfen?

G. "Dann prüft unsere Haare, aber bitte nicht so kräftig daran ziehen und bitte nicht mit einer Schere in der Hand."

...

Okay. Die Haare sind echt.

Gloria und Julius. Sanft berührten sich ihre Hände und ... dann küßten sie sich auf den Mund. Hier oben, vor allen Leuten. Und sie streichelten sich gegenseitig, Da nun so viel Haare um sie herum waren ... Man sah nur Zärtlichkeit und Sensibilität und lange Haare, die sanft gestreichelt wurden.

Da war sie wieder, diese besondere Atmosphäre von Erotik.

Die Abstimmung?

Untentschieden. So lange Haare, viele verstehen es einfach nicht. Aber die andere Hälfte, sie akzeptiert eure Argumente.

Moderator: Wer von euch möchte die beiden hier oben weinen sehen?"

Keine Stimme dafür.

Moderator: "Dann müsst ihr sie auch gehen lassen."

Die Zuschauer erhoben sich von ihren Bänken und es gab stehend Applaus. So etwas hatte es hier noch nie gegeben.
...

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