Kleine haarige Geschichte 46

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Sie lieben ihre langen Haare

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20 Hippies auf der Polizeistation. Eng standen sie beieinander. Sie umarmten sich, streichelten sich gegenseitig ihre langen Haare und gaben sich so Geborgenheit. Was hatte man mit ihnen vor?

Eine Hunderschaft Polizisten hatte sie aufgegriffen, dort draußen im Park. Dabei saßen sie dort nur friedlich zusammen. Keine Drogen. Nichts, was öffentlichen Anstoß hätte erregen können. Nicht einmal geküßt hatten sie sich. Und vollständig angezogen. Nacktheit erregt öffentlichen Anstoß und hier im Park, sie wollten das nicht.

Nur die langen Haare ... paßten die nicht ins Bild?

Vor der Menge standen 5 Stühle. Die Hunderschaft der Polizisten hielt sich im Hintergrund. Man mußte ja auf alles gefaßt sein.
Ein etwas größerer Raum wurde benötigt. Die Sporthalle erfüllte diesen Zweck.

Dienststellenleiter Dagobert Allmacht hielt eine Ansprache.

"Diese Stühle hier, dort werden jetzt 5 von euch Platz nehmen."

"Was sollen wir auf den Stühlen?"

"Es ist an der Zeit für einen Haarschnitt."

Ein Haarschnitt? Die Mitglieder der Gruppe schauten sich gegenseitg ganz betroffen an.

"Aber ... wir lieben unsere Haare doch so. Sie sind unser ganzer Stolz, sonst streben wir doch nach keinem materiellen Besitz. Niemandem wollen wir etwas wegnehmen."

"Eure langen Haare haben Ekel erregt, bei einigen der vorbeigehenden Bürger. Sie mussten sich in ambulante Behandlung begeben. Ist das noch nicht genug? Ihr belastet die Gesundheitskasse!"

"Ekel ... über die Haare? Wir pflegen sie sehr und sie sehen so schön aus."

"Diese Länge, tote Haarenden mit sich herumschleppen, die schon seit Jahren hätten geschnitten werden müssen, das kann Ekel erregen."

"Aber ... wie sollen wir denn leben? Alle 4 Wochen zum Frisör? Dazu haben wir das Geld gar nicht und ... unsere Haare ... es sind unsere Gefühle, die sich darin ausdrücken, unsere Lebensart. Wir sind so glücklich damit. Ohne die Haare ... alles wäre so grau und dann wären wir richtig arm. Ist denn für uns gar kein Platz mehr vorhanden?"

"Nein. Ihr stört das Bild der öffentlichen Ordnung. Das müssen wir korrigieren. Am Ende der vollen Stunde werden 5 von euch keine langen Haare mehr haben."

"Aber, das sind ja nur noch 30 Minuten."

"Daher auch die 5 Stühle. Für einen radikalen Kurzhaarschnitt reicht das. Ich zähle jetzt an:

1,2,3,4,5. Er zeigte dabei auf 5 der Hippies. Alles Männer. Hinsetzen!"

Die 5 Betroffenen bewegten sich nicht. Ein Blick des Dienststellenleiters in Richtung der Polizisten und kurze Zeit später saßen die 5 auf den Stühlen.
Ja, wenn man mit Gewalt etwas durchsetzen will, dazu finden sich schnell eifrige Helfer.

Jessi wagte einen Protest.

"Ich habe mich so gefreut, dass die Haare endlich ein wenig länger geworden sind. Sie sind so schön geworden ... und nun dies." Er musste weinen.
Die Haare reichten ihm bis zu den Ellenbogen.

Susi ging unaufgefordert zu Jessi, streichelte seine langen Haare. Dann nahm sie die Haare sanft in die Hände, küßte sie mit ihrem Mund.
Hatte die überhaupt keinen Respekt? Sie hatte in der Ecke zu stehen und sich nicht zu rühren. Nun gut, dann sollte sie den anderen Gesellschaft leisten. 

"Holt noch einen weiteren Stuhl aus dem Mannschaftskabinenraum."

Susi: "Warum müßt ihr das tun?"

D: "Weil es so sein muss. Du kommst auch gleich dran."

"Ihr seid so grausam. Wollt ihr den Mädchen auch die Haare abrasieren?"

"Gleichbehandlung für alle. Da machen wir keinen Unterschied mehr. Außerdem sehr ihr sowieso alle gleich aus, Männer und Frauen. Wenn ihr eure Gesichter hinter den Haaren versteckt, weiß man gar nicht mehr ... Das ist Verwirrung der Öffentlichkeit. Auch eine Straftat, die geahndet werden muss. Es
wird Zeit, dass bei euch der Unterschied zwischen Männern und Frauen wieder deutlich wird."

"Aber warum? Haare sind doch nicht geschlechtsspezifisches. Es ist doch nur die Gewohnheit, die den Eindruck erweckt ..."

"Genug gejammert. Es muss sein, weil ihr der Norm widersprecht. Herumlungern und Nichtstun, das dulden wir nicht länger."

Susi: " Wir verdienen unser Geld selbst, das wir zum Leben brauchen. Als Aushilfe im Cafe zur heiligen Inquisition. Und wir haben ein Zuhause, wo wir nachts schlafen können."

"Ein Ziegenstall ist das. So was ist nicht zumutbar für zivilisierte Menschen."

Susi: "Nein, es ist die Hütte von Leo Berger. Er hat uns einen Schlafraum vermietet und eine Küche, wo wir unser Essen zubereiten können."

"Genug geredet. Ah ja, da kommt schon der fehlende Stuhl. Setz dich"

Susi: "Bitte, ich ... wenn ihr uns die Haare wegnehmt, es tut so weh."

Ganz traurig schaute sie den Dienststellenleiter an. Eine außergewöhnlich schöne junge Frau, die so traurig guckte. Wirklich außergewöhnlich schön. Das passte irgendwie nicht. Abwegige Gedanken.

Er gab sich einen Ruck. Ein Wink in Richtung der Polizisten und Susi saß auf ihrem Stuhl.
Ob genau diese Entscheidung das Spätere einleitete?

Was konnte Susi jetzt noch anderes tun, als zu weinen. Aber niemand, niemand würde sich davon beeindrucken lassen.

Oder vielleicht doch?
...

Auf den anderen Stühlen, lange Zöpfe, Pferdeschwänze und offene Haare hingen bis auf den Boden.
Die abgeschnittenen Haare wurden gebraucht. Es gab bereits mehrere Anfragen. Daher wurde es langsam Zeit.

Ach, das war der Grund für die Gefangennahme der Hippies.

Mit den Haaren der 5 konnten die Anfragen erst einmal gedeckt werden. Die anderen würde man wieder laufen lassen. Man war ja kein Unmensch. Sollten die Schafe ihre Wolle noch einige Zeit mit sich herumtragen. Die nächste Anforderung kam bestimmt.

Überall diese feuchten Flecken unter den Stühlen. Was dachten die sich eigentlich, Verunreinigung eines Amtsgebäudes! Allein dafür sollten sie büßen. Man würde sie anschließend aufwischen lassen.

Sollten sie gleich die ganze Turnhalle schrubben. Und die Haare, der Käufer stand schon in der Tür.
Er signalisierte mit den Fingern, dass er noch mehr Haare haben wollte.

"Stellt noch 10 Stühle dazu."

Irgendwie gab es eine Stuhlknappheit. Die Stühle mussten erst aus anderen Räumen geholt werden. Es blieben noch 10 Minuten bis zur vollen Stunde.
...

Für 5 der Hippes gab es keine Stühle. Was geschah nun mit denen. Sollten sie zuschauen? Aber der Dienststellenleiter entschied sich anders, seinen eigenen verborgenen Gelüsten folgend.

"Euch werde ich die Haare persönlich abschneiden. Nicht dass ihr denkt, ihr wäret die letzten oder kämet so einfach davon. Nachdem ich mit euch fertig bin, kommen die anderen dran. Simultan. Auf mein Kommando: Haare ab."

Inzwischen stand hinter jedem der 15 Stühle ein Abkommandierter mit einer Schere in der Hand.
Kräftige große Scheren. Es ging wohl nur um das Abschneiden der langen Haare. Der Feinschnitt würde dann später erfolgen.

Obwohl, das war eigentlich auch egal. Vielleicht brauchte man die Schafe erst in ein paar Jahren wieder ...

Der Dienstellenleiter näherte sich den 5 Übriggebliebenen.
Er griff sich einen der körperlangen Zöpfe von Jana. Mit einem hämischen Grinsen setzte er die Schere an, ganz weit oben.

"Mit dieser Schere kann ich Metall knacken, für so einen Zopf wird das wohl reichen."

Jana begann zu weinen. Die Tränen kullerten ihr nur so über das Gesicht. Und ... jemand hielt die Hand mit der Schere fest ... er konnte nicht zudrücken.

Was war denn das?
Die anderen 4 konnten es nicht gewesen sein.

"Hier bin ich."

Die Stimme kam von unten.
Verdattert schaute er nach unten. Und was sah er?

Einen Leprichaun!

Der sah ganau so aus wie das Teufelwesen in dem Film von gestern abend.
...

Booooooiiiing. 15 Uhr. Und kein einziges Haar war geschnitten worden.
...

Warum waren nur alle so verstört? Der Leprichaun war doch schon wieder weg. Gesehen hatte ihn ohnehin nur der Dienststellenleiter. Ach ja, der stand wie eingefroren auf seinem Platz. Wie eine Marionette. Beide Hände erhoben, in der einen Hand eine Schere, als wolle er damit etwas schneiden.

Jana hatte ihren Zopf inzwischen vor der Schere gerettet. Niemand wagte es einzugreifen.

Ja, wenn ein Vorgesetzter sich plötzlich merkwürdig verhält. Und das in einer sehr strengen Hierarchie!
...

"Dienstellenleiter. Geht es ihnen nicht gut? Bitte geben sie ihre Anweisungen."

Keine Reaktion. Inzwischen hatten sich einige Polizisten genähert, stupsten ihn an. Ob der einen Asthmaanfall hatte? Nein, er wirkte nur total verkrampft.

"Ahjababbbba". Wild schlug er um sich, traf einen Polizisten am Kopf. Technisches Ko.
Was manche Menschen so von sich geben.

Dann beruhigt er sich wieder. So allmählich klärten sich die Augen.

"Wie ... was ... die Haare sind ja immer noch dran."

Wollte er es nicht aufgeben? Wieder besseres Wissen?

"Nein, nein, nein, Kommando zurück. Lasst die Hippies laufen. Mit ihren langen Haaren. Das ist ein Befehl!"
...

langhaarige Hippies - Jana und Susi mit offenen langen Haaren
...

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